IWIM - Institut für Weltwirtschaft und Internationales Management 
Institute for World Economics and International Management  

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Ebene höher Schumpeter 98 Podiumsgespraeche Jawitag 1999 

November 1997: V. Jahreswirtschaftstagung
"Bremen im nationalen und internationalen
Standortwettbewerb" 

November 1995: IV. Jahreswirtschaftstagung
"Geschäftspartner China" 

Oktober 1995: Fachtagung
"China - eine Weltwirtschaftsmacht" 

 


V. Jahreswirtschaftstagung

"Bremen im nationalen und internationalen Standortwettbewerb - Bestandsaufnahme und Perspektiven"

... Bremen ist besser als sein Ruf! ... Die Chancen der Globalisierung nutzen!

Das Land Bremen im nationalen und internationalen Standortwettbewerb stand am 13. und 14. November 1997 im Mittelpunkt der V. Jahreswirtschaftstagung des Instituts für Weltwirtschaft und Internationales Management (IWIM) im World Trade Center Bremen. Über 160 Teilnehmer, darunter Wissenschaftler der Universitäten Bremen und Augsburg, vom Institut für Weltwirtschaft Kiel, vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung, Wirtschaftspraktiker renommierter Binnen- und Buten-Bremer Unternehmen sowie Vertreter aus Politik und Interessenvertretungen diskutierten über Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Bremen im Kontext zunehmender Globalisierung, dessen Stärken und Schwächen und schließlich über Strategien zur Zukunftssicherung des Standortes.
In einleitenden Worten brachten die Eröffnungs- und Begrüßungsredner Prof. Dr. Karl Wohlmuth, Sprecher des IWIM, Prof. Dr. Jürgen Timm, Rektor der Universität Bremen, Josef Hattig, Senator für Wirtschaft, Mittelstand, Technologie und Europaangelegenheiten, und Senatsrat Henning Stehli, Senator für Häfen, überregionalen Verkehr und Außenhandel, die Relevanz der Tagung für Bremen zum Ausdruck. Sie betonten die Dringlichkeit zu gemeinsamem Handeln und gemeinsamen Lösungen zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft.
Einhellige Meinung zu den Zukunftschancen Bremens vor dem Hintergrund der Globalisierung war, daß die Situation für Bremen besser ist als die verbreitete Stimmung. Bremen sollte die Herausforderungen der Globalisierung als Chance aufgreifen und nicht als Gefahr betrachten.
Grundsätzlich kann die begrenzt räumliche Position eines Standortes wie Bremen nicht losgelöst von internationalen oder globalen Einflüssen betrachtet werden. Die Bedeutung zunehmender Globalisierung für Bremen scheint jedoch vielen nicht klar zu sein. Globalisierung stellt für manche einen plötzlichen „Umbruch" dar, andere sehen darin sogar eine Bedrohung. Es ist schließlich mit einer Verschiebung von der Macht der staatlichen Regierungen hin zu den Unternehmen zu rechnen, was eine Einschränkung des wirtschaftspolitischen Handlungsspielraums impliziert.
Globalisierung wird jedoch zukünftig Staaten und nationale Wirtschaftspolitiken verstärkt unter Wettbewerbsdruck setzen, wobei damit ein Potential der verbesserten Effizienz erschlossen werden kann. Wirtschaftspolitische Handlungsfelder der Zukunft, für mögliche Wege zu mehr Wachstum und Beschäftigung, wurden vor allem in der Bildungs-, Wissenschafts- und Ausbildungspolitik festgemacht. Es muß den Arbeitskräften die Fähigkeit vermittelt werden, sich flexibel auf neue Tätigkeitsprofile umzustellen (neue Produktionstechnologien, Dienstleistungstätigkeiten etc.). Zum anderen ist der effektive Aus- bzw. Umbau der Wirtschaftsförderung notwendig, um eine effektive Wirtschaftspolitik zu betreiben. In Zukunft wird immer stärker die Fähigkeit und Bereitschaft zur Strukturanpassung darüber entscheiden, ob die Globalisierung eine Chance oder Bedrohung darstellt.
Bremen verfügt über eine ausgeprägte industrielle Basis, vor allem in technologisch höherwertigen Bereichen. Zusammen mit dem hohen Anteil der Außenwirtschaft am bremischen Bruttoinlandsprodukt und dem hohen Anteil außenwirtschaftsbezogener Dienstleistungen trage Bremen somit Kennzeichen einer weltmarktorientierten Wirtschaft. Jedoch hänge die Wettbewerbsfähigkeit einer Region wie Bremen langfristig weniger von der Leistung einzelner Produktionszweige ab, sondern von der Effizienz sich bildender Wertschöpfungsketten in einem Raum. Insofern müsse eine stärkere Einbindung von in Bremen ansässigen Unternehmen in die regionalen Wirtschaftskreisläufe forciert werden.
Auch verfügt Bremen gemessen am Bundesdurchschnitt über einen überdurchschnittlichen Anteil von Beschäftigten im gesamten Dienstleistungssektor. Ein großes Defizit herrsche aber bei den Dienstleistungsunternehmen, insbesondere bei den produktionsorientierten Dienstleistungen, und auch noch im Bereich Forschung und Entwicklung.
Große Zukunftschancen für Bremen wurden im Logistik-Bereich gesehen. Die Entwicklung Bremens als „Küstenstandort mit ausgebauter Hafeninfrastruktur" und als Verkehrsknotenpunkt würde den Ausbau zu einem internationalen Logistikzentrum ermöglichen. Der Trend zu höherwertigen Transporten und der hohe Anteil an höherwertigen Stückgut-, Container- und Autoumschlag in Bremen (im Vergleich zu Antwerpen und Rotterdam) machen eine Konzentration auf den Ausbau und die Förderung der Logistik in Bremen sinnvoll. Um eine Bündelung logistischer Kompetenzen zu erreichen, gibt es in Bremen seit einiger Zeit die „Aktion Logistik Zentrum Bremen", mit der durch Kooperationen und Allianzen aller am Logistikprozeß Beteiligten die Chancen in Europa und weltweit besser genutzt werden sollen. Augenfällige Ausprägungen dieser Aktion sind beispielsweise das Güterverkehrszentrum und die City-Logistik, die Errichtung eines Textil-Zentrums (zur Bündelung logistischer Kompetenz für die Textilbranche) oder die Empfangslogistik am Bremer Kreuz.
In der die Tagung abschließenden Podiumsdiskussion wurden die Handlungsfelder einer bremischen Standortpolitik auf den Punkt gebracht. Hierbei wurden die Förderung Bremens als Hafen-, Verkehrs-, Logistik- und Automobilstandort, eine bessere Koordinierung von Förderprogrammen und -mitteln, eine stärkere Marktorientierung wissenschaftlicher Forschung und bessere Umsetzung in der Wirtschaft, die Stärkung der Eigenverantwortlichkeit und Förderung des Mittelstandes, die stärkere Vernetzung Bremer Unternehmen mit Betrieben des Umlandes sowie die Durchsetzung eines schlüssigen Stadtmarketings genannt.
Die Vertreter der bremischen Politik legten die bereits praktizierten Ansätze der Wirtschaftspolitik zur Hebung der bremischen Standortqualität dar. Eine wirtschaftspolitische Strategie müsse danach an den Stärken und Schwächen eines Standortes adäquat anknüpfen, im Wettbewerb mit Wirtschaftspolitiken anderer Regionen bestehen und sich an den vorhandenen Möglichkeiten orientieren. Diesen Anforderungen folgend, wurde in Bremen bereits in den 80-er Jahren das Wirtschaftsstrukturpolitische Aktionsprogramm (WAP) zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur ins Leben gerufen. Eine Aufstockung der Mittel erfuhr die bremische Standortpolitik durch das Investitionssonderprogramm (ISP), durch das Investitionshilfen für Infrastruktur- und allgemein große Projekte bereitgestellt werden.
„Bremen ist besser als sein Ruf!", so verlautete eine plakative Beurteilung der Situation Bremens im nationalen und internationalen Standortwettbewerb. Die Standortvorteile Bremens müssen jedoch von allen besser genutzt und vom Stadtstaat besser eingesetzt, ausgebaut und kommuniziert werden. Kommunikation über die Standortvorteile wird immer wichtiger!
Ein visionärer Vorschlag für eine gemeinsame Lösungsfindung ging in Richtung der Vorbereitung und Gestaltung einer eigenen intensiven, interdisziplinär besetzten sowie vorurteilsfrei und parteienunabhängig operierenden Zukunftskonferenz. Mit seiner Überschaubarkeit und seinem Wissenschafts- und Wirtschaftspotential böte Bremen hervorragende Vorraussetzungen, um Zukunftsentwicklungen über alle Parteigrenzen hinweg zu initiieren.

Publikationen zur Tagung:

Wiegand, M./Wohlmuth, K., Bremen im nationalen und internationalen Standortwettbewerb – Bestandsaufnahme und Perspektiven, LIT Verlag, Münster, Hamburg u. a. 1998.
Wauschkuhn, M., Strukturwandel und standortpolitischer Handlungsbedarf im Land Bremen, Materialien des Universitätsschwerpunktes „Internationale Wirtschaftsbeziehungen und Internationales Management", 1998.
Wiegand, M./Wohlmuth, K., Bremen im nationalen und internationalen Standortwettbewerb – Bestandsaufnahme und Perspektiven – Zentrale Thesen der Referenten bei der V. Jahreswirtschaftstagung des Instituts für Weltwirtschaft und Internationales Management, Materialien des Universitätsschwerpunktes „Internationale Wirtschaftsbeziehungen und Internationales Management", 1998.
Wiegand, M./Wohlmuth,K., 1998, Jahreswirtschaftstagung zur Stellung Bremens im Standortwettbewerb, in: Berichte des Forschungsinstituts der Internationalen Wissenschaftlichen Vereinigung Weltwirtschaft und Weltpolitik (IWVWW) e. V., 8. Jg. (1998), Nr. 71.

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IV. Jahreswirtschaftstagung

Geschäftspartner VR China: Chancen und Risiken für den Handels- und Investitionserfolg der deutschen Industrie
 

Am 16. und 17. November 1995 veranstaltete das Institut für Weltwirtschaft und Internationales Management (IWIM) mit Unterstützung der Bremer Handelskammer, des Senators für Häfen, über- regionalen Verkehr und Außenhandel sowie der Wolfgang Ritter-Stiftung seine IV. Jahreswirtschafts- tagung. Über 150 Teilnehmer aus Wirtschaft und Wissenschaft trafen an den beiden Tagen im World Trade Center Bremen zusammen, um sich unter dem Motto "Geschäftspartner VR China" über die Chancen und Risiken für den Handels- und Investitionserfolg deutscher Unternehmen im wirtschaftlich boomenden "Reich der Mitte" zu informieren.

In ihren Begrüßungsansprachen verwiesen Prof. Dr. Alfons Lemper (damals Sprecher des IWIM), Senatsrat Henning Stehli (Senator für Häfen, überregionalen Verkehr und Außenhandel) sowie Bernd Hockemeyer (Vizepräses der örtlichen Handelskammer) auf die in den letzten Jahren herausragende Dynamik des riesigen chinesischen Marktes. Die mittlerweile mehr als 1,2 Milliarden Menschen zählende Volksrepublik hätte in den letzten 15 Jahren durchschnittliche BIP-Wachstumsraten von real 9 % p.a. erzielt, der Außenhandel und die ausländischen Investitionen vor Ort seien in dieser Phase rasant angestiegen. Gleichwohl: Das bilaterale deutsch-chinesische Handelsvolumen hätte im Jahr 1994 mit rund 25 Milliarden DM z.B. nur etwa ein Viertel des deutsch-niederländischen Außenhandels betragen, der Bestandsanteil deutscher Direktinvestitionen an den weltweit getätigten ausländischen Investitionen in der VR China komme über 1 % nicht hinaus. Offensichtlich würden - neben dem nach wie vor niedrigen chinesischen Pro-Kopf-Einkommen - erhebliche Informationsdefizite oder auch konkrete Geschäftsrisiken dazu beitragen, die deutschen Unternehmen von einem China-Engagement abzuhalten. Alle drei Vorredner verwiesen im Vorgriff auf die praxisorientierten Tagungsinhalte darauf, daß die Jahreswirtschaftstagung des IWIM einen wesentlichen Beitrag dazu leiste, durch eine fundierte Chancen-Risiken-Abwägung die Transparenz im China-Geschäft zu erhöhen und somit die Aussichten für den Geschäftserfolg der hiesigen Unternehmen zu verbessern. Arbeitssitzung der IV. Jahreswirtschaftstagung 1995

Im Anschluß erläuterten Dr. Sebastian Heilmann (Institut für Asienkunde, Hamburg) und Dr. Anton Gälli (ifo Institut, München) die politischen und raumökonomischen Rahmenbedingungen für die China-Aktivitäten deutschen Unternehmen (Diskussionsleiter: Prof. Dr. Alfons Lemper). Dr. Heilmann räumte mit drei Zerrbildern auf: Statt politischer Erstarrung des Systems bescheinigte er ihm ein großes Maß an Einheit und statt wirtschaftlicher und politischer Desintegration konstatierte er neue kaskadenartige Strukturen einer abgestuften Hierarchie, welche einen Föderalismus ermöglichen könnten. Gefährdungs-faktoren für die Stabilität des politischen Systems sah Dr. Heilmann in der exzessiven Wirtschaftsdynamik, sozialen Spannungen und institutionellen Problemen, welche zu seiner Überlastung führten. Stabilitätsfaktoren des bestehenden Systems seien das Machtmonopol der kommunistischen Partei, der Zusammenhalt der zentralen Parteiführung und die Angst vor dem Chaos. In der VR China sei auf absehbare Zeit nicht mit einem politischen Ordnungs-zusammenbruch sowjetischer Couleur zu rechnen, so aber doch mit zunehmenden regionalen Autonomisierungs- und sozioökonomischen Divergenzentwicklungen. In China engagierte ausländische Firmen würden demnach in vielleicht noch stärkerem Maße als heute mit politischen Risiken und regional sehr unterschiedlichen Handels- und Investitionsbedingungen rechnen müssen. Dr.Anton Gälli verdeutlichte, daß die Integration des großchinesischen Wirtschaftsraumes in vollem Gange sei: Auf institutioneller Ebene stünde die Vereinigung Hongkongs (1997) und Macaos (1999) mit dem Festland bevor, das Zusammenwachsen mit Taiwan vollziehe sich über die Handels- und Produktionsverflechtung dagegen auch in den kommenden Jahren wohl nur auf funktioneller Weise. Die Beweggründe der Integration seien in der Geschichte Chinas verankert, es gehe um die Restaurierung einer alten Einheit, und es seien im wesentlichen nationalistische Schubkräfte, die den Anstoß zu "Großchina" geben. Auch die wirtschaftlich ein bedeutendes Potential bildenden Auslands-chinesen schlössen sich aus partriotischen und geschäftsstrategischen Gründen diesem Trend an. Das "Großchina" von morgen müsse eine Vielfalt einzelner Bestandteile in sich vereinigen, wobei nach Dr. Gälli eine "allchinesische Föderation" am besten geeignet scheint, ein Gleichgewicht zwischen zentri-fugalen und zentripetalen Tendenzen herzustellen.

Am 17. November standen dann die unmittelbaren unternehmerischen Belange im Hinblick auf den Außenhandel sowie die Direktinvestitionen im Mittelpunkt der Diskussion. Im Rahmen des von Prof. Dr. Karl Wohlmuth (IWIM) moderierten Themenblocks "Außenhandel" zeigte Dr. Hans-Heinrich Bass (Arbeitsbereich Chinaforschung im IWIM) die aktuellen Entwicklungen und Perspektiven im China-Handel auf. Gestützt auf umfangreiches Datenmaterial entwickelte Dr. Bass ein detailliertes Im- und Exportprofil der VR, ging auf Instrumente der Importlenkung und Exportförderung ein und beschrieb die strategischen Reaktionen der Außenhandelspartner. Im Anschluß referierte Ralf Marohn (Fernost Beratungs- & Handels GmbH, Ludwigshafen) über die Besonderheiten und Probleme der Geschäftsanbahnung im chinesischen Im- und Exportgeschäft. Dirk von der Wettern (C. Melchers GmbH & Co.) teilte seine persönlichen Erfahrungen bei der Anbahnung und Abwicklung von Handelsgeschäften mit der VR China mit. Beide Praktiker stimmten darin überein, daß deutsche Exportunternehmen im internationalen Wettbewerbsvergleich sehr gute Chancen besäßen, auf dem chinesischen Markt zu reüssieren. Die auf hochwertige Investitions- und Konsumgüterprodukte spezialisierte deutsche Exportwirtschaft biete eine Güterpalette an, die sich mit dem dynamischen "upgrading" der chinesischen Importnachfragestruktur weitgehend decken und zudem bezüglich ihrer Qualität ein hohes Ansehen in China genießen würde. In Zukunft könne damit gerechnet werden, daß die chinesische Importnachfrage aufgrund des binnenwirtschaftlichen Wachstums weiterhin stark ansteige. Begünstigt würde dieser Prozeß dadurch, daß die bestehenden chinesischen Importbarrieren im Zuge der angestrebten WTO-Mitgliedschaft des Landes zumindest mittelfristig zu reduzieren seien. Im Importgeschäft sollte die Chance wahrgenommen werden, durch einen kostengünstigen Bezug von in China produzierten Vorprodukten die preisliche Wettbewerbsfähigkeit deutscher Industrieunternehmen zu stärken (Stichwort: Mischkalkulation) und damit letztlich auch heimische Arbeitsplätze zu sichern. Wie das Exportgeschäft unterliege auch der Import chinesischer Produkte zahlreichen protektionistischen Beschränkungen, wobei hier jedoch in den etablierten OECD-Industriestaaten ein Trend zur Marktabschottung gegenüber chinesischen Waren festzustellen sei. Als kritische Stelle im Import-geschäft gelte insbesondere das als mangelhaft eingeschätzte Qualitäts- und Lieferserviceniveau chinesischer Hersteller.

Den Themenblock "Direktinvestitionen", der von Prof. Dr. Axel Sell (IWIM) moderiert wurde, eröffnete Reinhard Geissbauer (Management Consulting MCC, Regensburg/Berlin) mit einer Charakterisierung von Direktinvestitionen in der VR China als "Drahtseilakt zwischen Chaos und Erfolg". Danach richtete Prof. Dr. Armin Bohnet (China-Forschungszentrum an der Universität Gießen) den Fokus auf die VR China als Produktionspartner und Absatzmarkt für mittelständische Unternehmen. Abschließend berichtete Dr. Luling Lo (Ospig Textil Gesellschaft, Bremen) über seine landesspezifischen Produktions-erfahrungen. Auch in diesen drei Vorträgen war eine gemeinsame Linie deutlich erkennbar: Vor einem erfolgreichen Investitionsengagement in der VR China müsse eine äußerst präzise, nüchterne Marktanalyse stehen. Auch China sei eben kein Eldorado; vor einer regelrechten China-Euphorie müsse gewarnt werden. Verschiedene Sparten des Maschinenbaus, die Energieerzeugung, die petro-chemische Industrie, die Elektroindustrie, die Chemiefaserproduktion, die Stahl-industrie und der Kraftfahrzeugsektor wiesen ebenso wie der große Bereich der Verkehrsinfrastruktur erhebliche Wachstumspotentiale auf. Trotz der vielfältigen Probleme, die mit der Produktion vor Ort verbunden seien (z.B. exzessiver Bürokratismus, schwierige Verhandlungs- und Mitarbeiterführung, umständliche Personalakquisition, lange Amortisationszeiten, niedrige Arbeitsproduktivität, unzureichendes Qualitätsbewußtsein, ungehemmte Verletzung geistiger Eigentumsrechte, schlechte Verkehrs-/Energie-/Telekommunikationsinfrastruktur, rechtliche Unwägbarkeiten), sollte die VR China von den innovativen deutschen Unternehmensführern als Produktionsstandort nicht vernachlässigt werden. Das wirtschaftliche Potential der Volksrepublik sei bei weitem noch nicht ausgeschöpft, das "Reich der Mitte" sei als Zukunftsmarkt noch nicht in seinem Zenit. Die in den OECD-Ländern beheimateten Unternehmen hätten sich darauf einzustellen, daß die Weltwirtschaft im 21. Jahrhundert nicht mehr nur von den Regeln des Westens bestimmt würde.

Nach der Beendigung der Tagung im World Trade Center wurden die Teilnehmer von Staatsrat Gerd Markus (Senator für Häfen, überregionalen Verkehr und Außenhandel) zu einem Stehempfang in das Bremer Rathaus geladen. Staatsrat Markus verwies auf die Bedeutung des Außenwirtschaftsverkehrs für die Freie Hansestadt Bremen und die wichtige Funktion, die dabei einem praxisorientierten Wissenschaftstransfer zukäme. Dafür hätte die IV. Jahreswirtschaftstagung des IWIM ein hervorragendes Beispiel gegeben.

Berichterstattung: Manfred M. Gößl

Publikationen zur Tagung:
Gößl, M.M./Lemper, A. (Hrsg.): Geschäftspartner VR China. Chancen und Risiken für den Handels- und Investitionserfolg der deutschen Industrie, Institut für Weltwirtschaft und Internationales Management, Bd. 4, LitVerlag, Münster 1996.

Gößl, M.M./Lemper, A.: Geschäftspartner VR China - Chancen und Risiken für den Handels- und Investitionserfolg der deutschen Industrie -, Extrakt der IV. Jahreswirtschaftstagung des Instituts für Weltwirtschaft und Internationales Management, Institut für Weltwirtschaft und Internationales Management (Hrsg.), Materialien des Universitätsschwer- punktes "Internationale Wirtschafts-beziehungen und Internationales Management", Bd. 8, Universität Bremen 1995.

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Fachtagung

"China Weltwirtschaftsmacht" des Arbeitsbereichs Chinaforschung im Institut für Weltwirtschaft und Internationales Management

Die zweitägige Arbeitstagung im Oktober 1995 behandelte Chinas weltwirtschaftliche Rolle, insbesondere (A) im Außenhandel (Moderation: Prof. Dr. A. Lemper), (B) als Empfängerland ausländischer Direktinvestitionen (Moderation: Prof. Dr. A. Sell), (C) in bilateralen Beziehungen zu anderen Weltwirtschaftsräumen (Moderation: Prof. Dr. K. Wohlmuth) und (D) als Teilnehmer in internationalen Finanz- und Wirtschaftsorganisationen (Moderation: Dr. H.-H. Bass). Die Tagung wurde unterstützt durch den Ostasiatischen Verein Bremen e.V..

(A) Die Volksrepublik China zählt mittlerweile zu den größten Welthandelsnationen, der Außenhandel ist Zugleich ein wichtiger Motor der chinesischen Binnenwirtschaft.

(A.1) Hans-H. Bass (Bremen) argumentierte in seinem Referat, daß sich die chinesische Wirtschaftspolitik zu einer lenkenden Förderung der Exporte gezwungen sehe, um Absorptionshemmnisse und Zugangsbeschränkungen auf Zielmärkten zu überwinden. Umgekehrt seien tarifäre und nicht-tarifäre Instrumente zur Steuerung der Importe in den letzten Jahren zwar zunehmend abgebaut worden, dennoch könne China noch nicht als offene Volkswirtschaft bezeichnet werden. Schließlich analysierte der Referent die Gesamtwirkung der chinesischen Außenhandelspolitik und wies auf Ineffizienzen und konträre Wirkungen einzelner Maßnahmen hin: die Überwindung dieser Widersprüche sei eine wichtige Voraussetzung für den weiteren Erfolg des chinesischen Außenhandels.

(A.2) Wolfgang Taubmann (Bremen) untersuchte in seinem Beitrag die Rolle der kollektiveigenen ländlichen Industrieunternehmen im Außenhandel. Durch die ordnungspolitischen Reformen wurde ein Unternehmenstypus kreiert, der neben den sino-ausländischen Joint Ventures entscheidender Motor der wirtschaftlichen Dynamik ist: über 50% trugen private und kollektive Unternehmen zum Bruttoproduktionswert 1994 bei, unter diesen Unternehmen waren 80% im ländlichen Bereich angesiedelt. Eine parallele Entwicklung sah Taubmann in der Außenwirtschaft: etwa ein Drittel des Exportumsatzes der Volksrepublik China 1994 wurde von ländlichen Unternehmen erwirtschaftet.

(B) China ist gegenwärtig eines der wichtigsten Zielländer für grenz-überschreitende Kapitalzuflüsse. Die bisherigen Vereinbarungen über Direktinvestitionen lassen ein Anhalten dieser Entwicklung erwarten. Dies zeigt insbesondere die immer noch steigenden Absatzerwartungen, die international operierende Unternehmen auf dem am schnellsten wachsenden Markt der Welt hegen, und die Einbeziehung Küstenchinas in langfristige Produktionskalküle transnationaler Konzerne.

(B.1) Sabine Johannsen (Hannover) wies in diesem Zusammenhang in ihrem Referat darauf hin, daß China ausländische Direktinvestitionen gegenüber anderen Formen der Kapitaleinfuhr begünstigte, einerseits um die Volkswirtschaft nicht übermäßig zu verschulden, andererseits um die deutlicheren Vorteile des inkorporierten Technologietransfer zu nutzen. Wichtigste Herkunftsgebiete der Investitionen sind vor allem Hongkong/Macao und Taiwan - sie tragen zu mehr als 60% zum Investitionsaufkommen in Festlandchina bei. Als mögliche negative Faktoren für die Investitionsbereitschaft westlicher Unternehmen führte die Referentin insbesondere politische Faktoren an - die künftigen Rollen Hongkongs und Taiwans sowie die innenpolitische Situation Chinas seien dabei die gewichtigsten Punkte.

(B.2) Ergänzend wurde darauf hingewiesen, daß anders als bei der Absatzseite auf der Produktionsseite Chinas relative Standortvorteile sich in Zukunft eher verschlechtern werden: steigende Lohnkosten, noch fehlende Sekundärqualifikationen der Arbeitskräfte, hohe Regulierungsdichte und mangelnde Rechtssicherheit sind Faktoren, die rentabilitätsorientierte ADI verhindern. In diesem Kontext war der Beitrag von Tamio Shimakura (Toyohashi) aufschlußreich. Der Referent diskutierte einige Kriterien der Standortwahl für japanische Direkt-investitionen in China. Bislang seien vor allem die südlichen Küstenprovinzen Chinas Ziel japanischer Direktinvestitionen gewesen unter Ausnutzung der eher privaten, dörflichen Kleinindustriestruktur des Südens. Es ist jedoch seit Beginn der achtziger Jahre eine Verschiebung des Schwerpunktes der Direktinvestitionen nach Norden hin erkennbar, die sich insbesondere durch das dort weit niedrigere Lohnniveau erklären läßt.

(B.3) Japanische Unternehmen tätigen etwa 7 % aller Direktinvestitionen in China, während der Anteil deutscher Unternehmen bei unter einem Prozent liegt. Andreas Foerster (Berlin) verglich in seinem Referat das Vorgehen japanischer Unternehmen und die Strategie des japanischen Staates mit dem deutschen Vorgehen. Unter Federführung des MITI sei in Japan ein Konzept entwickelt worden, in dem die Kosten- und Standortvorteile der asiatischen Regionen optimal für die japanische Wirtschaft genutzt werden sollten. Im Fall Chinas hieße dies die Auslagerung der arbeitsintensiven Produktion aus Japan nach China, um die Lohnkostenvorteile zu nutzen und um zugleich den Druck auf japanische Unternehmen zu erhöhen, ein technisches upgrading zu vollziehen. Zu diesem Zweck würden unterschiedliche Maßnahmen kombiniert, z.B. die Förderung von Direktinvestitionen, die Entwicklungs-zusammenarbeit und die Handelsförderung - Bereiche, in denen auch die deutsche Außenwirtschaftspolitik Defizite eingesteht.

(B.4) Direktinvestitionen unter dem Aspekt der Beschäftigung betrachtete Holger Heide (Bremen), indem er die koreanischen Direktinvestitionen in China und die Situation chinesischer Beschäftigter in Korea analysierte. Das koreanische Wirtschaftswachstum führe zunehmend zu dem betriebswirtschaftlichen Problem, Arbeitskräfte im Niedriglohnbereich zu rekrutieren. Um in diesen "3D"-Bereichen (dirty, difficulty, dangerous) weiter produzieren zu können, böten sich zwei Lösungswege an: Direktinvestitionen z.B. in China, um den entsprechenden Teil der Produktion dorthin auszulagern, oder aber die Beschäftigung z.B. chinesischer Migranten in Korea. Der erste Weg werde meist von größeren Unternehmen beschritten, während der zweite Weg eher für kleine und mittlere Unternehmen gangbar sei, die auch nicht über das notwendige Know-How und Kapital verfügten. Für die verarbeitende Industrie Koreas sei China das wichtigste Zielland für ADI.

(B.5) Monika Schädler und Andrea Gutermuth (Bremen) untersuchten das Agieren der (westlichen) ausländischen Unternehmen auf dem chinesischen Arbeitsmarkt. Gekennzeichnet sei der chinesische Arbeitsmarkt - der erst entstehen konnte beim Übergang vom System der quasi-lebenslangen Beschäftigung zu formellen Arbeitsverträgen - durch ein Überangebot an Arbeitskraft. Dieses zeige sich weniger in der offenen, als vielmehr in der versteckten Arbeitslosigkeit und in dem Ausmaß der Unterbeschäftigung in den Betrieben. Ausländische Unternehmen, die zusätzlich auch noch durch höhere Löhne und besseres Image attraktiv wären, konnten dadurch in früheren Jahren unter einer Vielzahl von meist überqualifizierten Bewerbern auswählen. Diese für die ausländischen Unternehmen günstige Ausgangssituation änderte sich jedoch im Verlauf der 90er Jahre teilweise, da jetzt einerseits rein-chinesische Unternehmen nach Produktivitätszuwächsen ebenfalls höhere Löhne zahlen könnten, andererseits ausländische Konzerne weiterhin expandierten, was zu einer erhöhten Nachfrage nach spezialqualifizierten Arbeitskräften führte.

(C) Im dritten Teil der Tagung wurde die Bedeutung der festlandchinesischen Volkswirtschaft für andere Weltwirtschaftsräume untersucht.

(C.1) An prominenter Stelle ist hier zunächst der "großchinesische" Wirtschaftsraum (GWR) zu berücksichtigen: die Verbindung der Ökonomien Südchinas, Hongkongs und Taiwans (und der Überseechinesen in Südostasien). Zhong Hong (Gießen) zeigte in seinem Referat, daß kein formelles Kriterium für wirtschaftliche Integration erfüllt ist. Nicht nur scheinen die Wirtschaftssysteme inkompatibel, sondern es fehlen sogar weitgehend wirtschaflich-administrative Kontakte zwischen der VR China und Taiwan. Dennoch seien die realen Verflechtungen im Handel und bei den Direktinvestitionen sehr intensiv. Wesentliche Motoren bei der Integration seien nicht die Regierungen, sondern Unternehmen, die die kostengünstige Produktion in China nutzen wollten. Allerdings führte Hong auch einige Faktoren auf, die künftig die Dynamik der Integration abbremsen könnten. Dazu gehöre das wachsende Engagement von Unternehmen anderer Länder in China, das die Aktivitäten Hongkongs und Taiwans relativiert, ebenso wie die fehlende politische Unterstützung des Integrationsprozesses.

(C.2) Die europäisch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen untersuchte Margot Schüller (Hamburg) in ihrem Beitrag. Sie berichtete von den verschiedenen Anstrengungen, die die EU-Kommission zur Unterstützung der Unternehmen der Mitgliedsländer entfaltet habe. Gegen die Erfolge im Handel, trotz einer wachsenden Konkurrenz in den Kernbereichen, erscheine die Bilanz bei den Direktinvestitionen weniger glänzend. Schüller sah den Grund in einer generellen Zurückhaltung der europäischen Unternehmen in der Region Asien und in der Vielzahl von mittelständischen Unternehmen in der EU, denen einerseits oft das notwendige Kapital fehle, andererseits eine ausreichende Kenntnis der dortigen Verhältnisse. Die Politik der Europäischen Union habe im Verlauf des Integrationsprozesses die unterschiedlichen Handelspolitiken der einzelnen Mitgliedstaaten gegenüber China vereinheitlicht. Für den Importbereich gelte diese Entwicklung als bereits abgeschlossen, während es für den Exportbereich noch unterschiedliche nationale Förderung gebe.

(C.3) Matthias Bauermeister (Ebenhausen) untersuchte in seinem Referat den außenwirtschaftspolitischen Handlungsrahmen Chinas und fragte nach den Hemmnissen und Perspektiven, die diese Struktur vorgibt. Dominant sei die wirtschaftliche Großmacht Japan, die auch im Referenzmodell der "Fluggänse" die Führung inne hat. Die transpazifische Arbeitsteilung sei auf Japan zugeschnitten, Japan ist auch der wichtigste Lieferant für die Länder Ostasiens inklusive Chinas. Japan bezieht Primärgüter hauptsächlich aus den ASEAN-Staaten, während es sich selbst auf Produktion und Export von technologieintensiven Konsum- und Investitionsgütern konzentriere. Die USA führten 1988 mehr Industrieprodukte aus den asiatischen Schwellenländern und Japan ein als sie dorthin exportierten. Das Schema der transpazifischen Arbeitsteilung spiegele sich auch in den Direktinvestitionen Japans wider.

(D) Parallel zur Einbindung in die Weltwirtschaft über Handel, Produktion und Arbeitskräfteaustausch hat sich die Volksrepublik auch als respektierter und verläßlicher Partner in das internationale System der Wirtschafts- und Finanzorganisationen eingebunden. Schon seit 1980 ist China beispielsweise Mitglied der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds, es wurde Mitglied der Asian Development Bank und Teilnehmer der APEC. Eine wesentliche Ausnahme bildet bisher das GATT bzw. die Welthandelsorganisation WTO.

(D.1) Andreas Oberheitmann unterschied in seinem Referat das Interesse der chinesischen Seite am Beitritt zu WTO und GATT in politische und wirtschaftliche Gründe. Die wirtschaftlichen Gründe lägen vor allem in der erwarteten Steigerung des Exportvolumens begründet, da der Status als GATT-Vertragspartei die Meistbegünstigung im Grunde mit sich bringen und ebenso wie die WTO-Mitgliedschaft den anderen Mitgliedern die Einführung protektionistischer Maßnahmen erschweren würde. Das politische Interesse Chinas liege in der internationalen Anerkennung als Welthandelsmacht begründet; ein weiterer Faktor ist die damit verbundene Möglichkeit zur Mitgestaltung der Welthandelsorganisation. Auch von seiten der Industrieländer gebe es Interesse, China in die Welthandelsorganisation einzubinden. Einerseits werde eine Ab-schwächung der chinesischen Exportförderung erwartet, andererseits ein besserer Zugang zum chinesischen Binnenmarkt. Die meisten Vorteile durch die Integration Chinas in die Welthandelsorganisation erwartet Oberheitmann - außer für China selbst - für die Schwellen- und Entwicklungsländer, da beide Ländergruppen am meisten vom Abbau der tarifären und nicht-tarifären Handelshindernisse profitieren würden. Für die Industriestaaten gelte dies nicht in dem gleichen Maße, da sie schon eine Reihe von bilateralen Handelsabkommen abgeschlossen hätten und China wohl auch in bilateralen Vereinbarungen die gegebenen Zugeständnisse wieder abringen würden. Die Hoffnung der Industrie-staaten auf einen steigenden Export von Konsumgütern müsse ebenfalls gedämpft werden, da es hier ideologische Widerstände gebe, die notwendigen Einkommen nicht ausreichend vorhanden seien und die bestehende Nachfrage zunehmend aus der Binnenproduktion befriedigt werde.

(D.2) Die Integration Chinas in das internationale Währungs- und Finanzsystem betrachtete Karl Wohlmuth (Bremen) in seinem Referat. Seit 1980 hätte China das nationale Währungs- und Finanzsystem erheblich verändert und damit auch die Bedingungen für ausländische Investoren verbessert. Friktionen ergäben sich jedoch insbesondere noch durch unklare Eigentumsrechte. Chinas Zugang zu den internationalen Finanz-institutionen und Finanzmärkten hätte rasch erreicht werden können und China sei zu einem der bedeutendsten Kreditnehmer unter den Entwicklungsländern geworden. Ebenfalls als frühzeitig eingeleitet und weitgehend erreicht sieht Wohlmuth die Öffnung des chinesischen Finanzsystems für ausländische Banken und die internationale Finanzindustrie sowie die Internationalisierung der chinesischen Finanz-institutionen. Hingegen stehe die Internationalisierung der chinesischen Finanzmärkte noch am Anfang, so daß wichtige Funktionen nicht erfüllt würden. Das Potential von China als einem "global player" sah der Referent als hoch an, vor allem auch in Hinsicht auf die Integration Hongkongs, auf den chinesischen Wirtschaftsraum als Wirtschafts- und Finanzmacht mit entsprechenden Devisenreserven und nicht zuletzt in Hinsicht darauf, daß China zunehmend die Politik der internationalen Institutionen mitbestimmen werde.

Berichterstattung: Hans-H. Bass und Markus Wauschkuhn

Publikation zur Tagung:
Bass, H.-H./Wohlmuth, K. (Hrsg.): China in der Weltwirtschaft, Hamburg 1996.

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Update: 06 Mai 2012  
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