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Neues Projekt: Agro-Industrial Development in Africa. Concepts and Country Cases

News:

 

ECOSOC and Sustainable Development Goal 9: „Build resilient infrastructure, promote inclusive and sustainable industrialization and foster innovation“

Professor Karl Wohlmuth is invited as a speaker to the Victoria Falls Global Conference of ECOSOC in preparation of the 2017 Special Meeting to be held at the United Nations Headquarters in New York City. ECOSOC is intensively working now on the global implementation of the Sustainable Development Goals (SDGs). As SDG 9 has great relevance for poverty eradication, the complex issues are discussed in various Global Conferences. Professor Karl Wohlmuth is one of the speakers at the Global Conference in Victoria Falls, Zimbabwe.

The 2017 Special Meeting of ECOSOC on "Innovations in Infrastructure Development and Promoting Sustainable Industrialization" will highlight the following issues (see the link: https://www.un.org/ecosoc/en/events/2017/2017-special-meeting-ecosoc-%E2%80%9Cinnovations-infrastructure-development-and-promoting):

WHAT? The 2017 Special Meeting of ECOSOC will address the theme "Innovations in Infrastructure Development and Promoting Sustainable Industrialization", putting the spotlight on the relevance of Sustainable Development Goal 9 (SDG-9) and its inter-linkages with other Goals and targets. Two preparatory events – in Dakar, Senegal (26 March) and in Victoria Falls, Zimbabwe (24-26 April) – were organised in the lead-up to the Special Meeting.

WHEN? The 2017 Special Meeting will be held on 31 May 2017, in the ECOSOC Chamber at UN Headquarters, New York.

WHY? Resilient infrastructure and sustainable industrialization are key enablers of poverty eradication and can promote inclusion, connectivity and equality within societies. However, these sectors can be complex and expensive to develop, especially in countries in Africa and countries in special situations. The Special Meeting will aim to bring the challenges involved to the attention of national, regional and international actors, and to forge solutions to bridge the gaps in infrastructure, industrialization and innovation across countries.

WHO? The 2017 Special Meeting will bring together high-level representatives of Member States, representatives of the United Nations system, international organizations, civil society and other non-governmental organizations, academia and the private sector. The overall initiative is supported by a range of UN entities including FAO, OHRLLS (UN Office of the High Representative for the Least Developed Countries, Landlocked Developing Countries and Small Island Developing States), OSAA (Office of the Special Adviser on Africa), UNCTAD, UNDP, UNECA, UNHABITAT, UNIDO and WIPO, and engaging other organizations such as the African Development Bank, the African Union, NEPAD and representatives from academia, civil society and the private sector.

Invitation: Professor Karl Wohlmuth was invited by His Excellency, Mr. Frederick Musiwa Makamure Shava, President of the United Nations Economic and Social Council (ECOSOC) to speak at the "Global Expert Meeting on Agriculture and Agro-industries Development towards Sustainable and Resilient Food Systems" in Victoria Falls, Zimbabwe about "Strategies towards Industrialization based on Agricultural Development - Lessons learned from the 3ADI model and moving beyond 3ADI". The Conference is held on 24-26 April 2017, arranged by ECOSOC, FAO, UNIDO, and other UN organizations.

Further Information:

See the Programme of the Victoria Falls Global Conference of ECOSOC: PDF ECOSOC-Draft Programme

See the Press Release of IWIM at the occasion of this Event: PDF Press Release of IWIM on ECOSOC

See the Link to the ECOSOC working programme on SDG 9 with meetings in Dakar, Victoria Falls and New York City (United Nations Headquarters): https://www.un.org/ecosoc/en/events/2017/2017-special-meeting-ecosoc-%E2%80%9Cinnovations-infrastructure-development-and-promoting

See the Link to the Special Meeting of ECOSOC on "Innovations in Infrastructure Development and Promoting Sustainable Industrialization" at: https://www.un.org/ecosoc/en/events/2017/2017-special-meeting-ecosoc-%E2%80%9Cinnovations-infrastructure-development-and-promoting

 

Das Europäische Parlament diskutiert über die EPAs (Economic Partnership Agreements) zwischen EU und Wirtschaftsregionen in Afrika

Im Europäischen Parlament wird jetzt sowohl im Handelsausschuss als auch im Entwicklungsausschuss über die vereinbarten Economic Partnership Agreements (EPAs) diskutiert (vgl. die Passagen zu den Rechtsgrundlagen einer Befassung des Europäischen Parlaments in den Europaverträgen: http://www.europarl.europa.eu/atyourservice/en/displayFtu.html?ftuId=FTU_6.2.3.html ). Diese Abkommen sollen das Verhältnis zwischen der EU und den AKP-Staaten neu bestimmen. Bereits seit dem Jahr 2000 (Cotonou-Abkommen) wird über diese neue Form der Wirtschaftsbeziehungen und der Entwicklungszusammenarbeit verhandelt. Aber auch im Jahr 2015 ist dieser Prozess noch nicht abgeschlossen. Einige Abkommen sind zwar seit dem Jahr 2014 ausverhandelt, aber noch nicht ratifiziert geschweige denn implementiert. Viele Fragen sind noch offen, sowohl auf afrikanischer Seite als auch auf europäischer Seite. Bis zuletzt versuchten die AKP-Länder, Alternativen zu den EPAs durchzusetzen, doch ohne Erfolg (vgl. dazu die Position der AKP-Länder vom April 2014: http://www.europarl.europa.eu/RegData/etudes/etudes/join/2014/433843/EXPO-DEVE_ET%282014%29433843_EN.pdf ). Zu diesem Thema wird nach wie überaus kontrovers diskutiert, auch in Bremen.

Professor Karl Wohlmuth bei seinem Vortrag über die Economic Partnership Agreements (EPAs) mit Afrika

Am 11. Juni 2015 fand im EuropaPunktBremen eine interessante und kontroverse Diskussion über Chancen und Risiken der "Economic Partnership Agreements" (EPA) statt. Der Entwicklungsökonom Prof. Dr. Karl Wohlmuth (IWIM, Universität Bremen) stellte den historischen Hintergrund und den aktuellen Stand der Verhandlungen zwischen der Europäischen Union und fünf regionalen Wirtschaftsgemeinschaften in Afrika dar (vgl. die PDF von Prof. Karl Wohlmuth). Es handelt sich um die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS, die Wirtschaftsgemeinschaft SADC im südlichen Afrika, die Ostafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft EAC, die zentralafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft und den Gemeinsamen Markt für das östliche und südliche Afrika ESA. Aber nur in zwei Abkommen der EU mit regionalen Wirtschaftsgemeinschaften sind alle afrikanischen Mitgliedsländer vertreten (ECOWAS und EAC). Daher kann nur in diesen beiden regionalen Wirtschaftsgemeinschaften die regionale Integration durch die EPAs unterstützt werden. Es ist den beiden afrikanischen Wirtschaftsgemeinschaften in den letzten Verhandlungsrunden aber gelungen, die vorgeschlagenen EPA-Vertragstexte deutlich zu verbessern (durch Ausnahmen von der geforderten Handelsliberalisierung, Schutzklauseln, Regionalfonds, Dialogforen, etc.). Professor Wohlmuth ging daher besonders auf die Beispiele des ECOWAS-EPA und des EAC-EPA ein, da diese Abkommen doch einige interessante innovative Elemente enthalten und wesentliche Kritikpunkte ausräumen, die zurecht moniert worden sind (vgl. als Beispiel den aktuellen Vertragstext des ECOWAS-EPA: http://twnafrica.org/ECOWAS%20WA%20&%20EU%20EPA%20draft%20text%20as%20at%20Feb%202014.pdf ). Aus einem reinen Freihandelsabkommen ist dadurch ein Handels- und Entwicklungsabkommen geworden.

Der Abgeordnete für Bremen im Europäischen Parlament, Dr. Joachim Schuster (SPD), ergänzte diese Darstellung um die Berichterstattung aus dem Handelsausschuss des Parlaments, dessen Mitglied er ist. Ein Schwerpunkt der Diskussion in Bremen war die Frage, wie es gelingen kann, die angestrebte Handelsliberalisierung (sofortige vollständige Liberalisierung auf Seiten der EU und mittel- bis langfristige Liberalisierung auf Seiten der afrikanischen Wirtschaftsregionen) an die Bedingungen der Einführung sozialer, humanitärer sowie demokratiestärkender Maßnahmen in den afrikanischen Ländern zu knüpfen. In der Diskussion verdeutlichte sich, dass schon diese Verhandlungsposition der EU bei der Ausgestaltung von Handels- und Entwicklungsabkommen mit Afrika alles andere als einfach ist. Hinzu kommt der globale Konkurrenzdruck von Ländern anderer Regionen, wie Indien oder China, die mitunter mit sehr attraktiven Angeboten anstreben, in den afrikanischen Markt zu drängen und die Länder in neue wirtschaftliche Abhängigkeiten zu bringen. Auch die Rolle der USA in Afrika wird gerade neu bestimmt. Auch darauf muss die EU eine Antwort finden. Die EPAs bieten nach Ansicht von Prof. Wohlmuth daher eine Chance, die Wirtschaftsbeziehungen mit Afrika grundlegend neu - und zudem vertraglich mit Bindungswirkung für beide Seiten - zu bestimmen. Dr. Joachim Schuster betonte besonders den erwarteten Beitrag zur nachhaltigen, demokratischen, friedensstiftenden und sozialen Entwicklung in Afrika.

In der Beurteilung von Chancen und Risiken der Bestimmungen der WTO als Basis für solche Abkommen zeigte sich dennoch eine unterschiedliche Einschätzung zwischen den Diskutanten. Während Professor Wohlmuth den Aspekt des Schutzes von Mindestnormen durch WTO-Bedingungen betonte, zeigte sich Dr. Joachim Schuster hier skeptischer und fordert eindeutige soziale und demokratische Verpflichtungen aller Verhandlungspartner, beispielsweise durch Einbindung auch zivilgesellschaftlicher Gruppen aus den beteiligten Ländern in die Verhandlungen. Dies wird auch und insbesondere in der Phase der Implementierung der EPAs wichtig werden. Die Veranstaltung war gut besucht und zeichnete sich durch eine lebhafte Diskussion aus (vgl. zu den Berichten über Inhalte und Ablauf der Diskussion die folgenden Mitteilungen der veranstaltenden Institutionen: http://www.europa.bremen.de/detail.php?gsid=bremen97.c.12254.de&asl=bremen97.c.3173.de und http://aia-bremen.de/ und http://joachim-schuster.eu/veranstaltung-zu-freihandelsabkommen-der-eu-mit-den-afrikanischen-staaten/#more-1724 ).

Professor Karl Wohlmuth in der Diskussion mit dem Publikum über die Folgen der EPAs

Von der Forschungsgruppe Afrikanische Entwicklungsperspektiven, die Professor Karl Wohlmuth am IWIM leitet, wird zu dem Thema demnächst der Band 18 des African Development Perspectives Yearbook herausgegeben, in dem es um die EPAs und um neue transformative Strategien der regionalen Integration in Afrika geht. Die Mitherausgeberin des Bandes 18 des Jahrbuchs, Isabelle Ramdoo vom European Centre for Development Policy Management/ECDPM in Maastricht, Niederlande, und ihr Kollege Dr. San Bilal haben kürzlich zum Verhandlungsstand bei den EPAs und zu den Perspektiven der EU-AKP-Kooperation eine informative Studie herausgegeben (vgl. dazu: http://ecdpm.org/wp-content/uploads/Great_Insights_Vol3_Issue9_Oct-Nov_2014.pdf ). Der Dialog über die EPAs soll in Bremen fortgesetzt werden.

 

African Economic Research Consortium (AERC): IWIM Professor Reuben A. Alabi is an active collaborator at AERC International Research Conferences

Again Professor Alabi, Guest professor at IWIM, was invited to an AERC conference in Addis Ababa to report on ongoing researches about "Pro-poorness of fertilizer and agrochemical use and its implications on food security in Nigeria". He has developed at IWIM a methodology to analyze the pro-poorness of fertilizer subsidies from the side of state and federal governments in Nigeria. He will participate at the AERC Biannual Research Workshop in Addis Ababa, Ethiopia in November/December 2015 for a full week; he will give presentations and he will participate at discussions. AERC is a leading research foundation for the support of African scientists to become part of the international research community. The invitation was presented to him by the Executive Director of AERC in Nairobi, Kenya.

As an AGRODEP member, Professor Reuben A. Alabi was invited to attend a high level "Applied Panel Data Econometrics" training course. The AGRODEP/IFPRI Dakar Management Team has selected Professor Alabi from a long list of candidates. The training workshop took place in Dakar, Senegal, on September 7-11, 2015. AGRODEP (African Growth & Development Policy) Modelling Consortium, facilitated by IFPRI, is an institution to support African agricultural economists. The programme is supported by the prestigious IFPRI (International Food Policy Research Institute) in Washington D.C. (see the Link to AGRODEP: http://www.agrodep.org/ ). The aims of AGRODEP are self-described as follows: "The African Growth and Development Policy Modelling Consortium is an initiative aimed at positioning African experts to take a leadership role in the study of strategic development questions and the broader agricultural growth and policy debate facing African countries." and "AGRODEP maintains repositories of economic models and data sets, related documentation and research output available to all Network Members."

Professor Reuben Adeolu Alabi, Department of Agricultural Economics, Ambrose Alli University, Ekpoma Edo State, Nigeria and IWIM, University of Bremen, and Adams Oshobugie Ojor Adams, Department of Agricultural Economics, Ambrose Alli University, Ekpoma Edo State, Nigeria, presented a research report on "The Pro-Poorness of Fertilizer Subsidy and its Implications on Food Security in Nigeria" (see the Research Report and the Agenda of the Conference in Arusha, Tanzania) at the Biannual AERC Research Workshop. An AERC Plenary Session on "Sovereign Wealth Funds and Natural Resource Management in Africa" and five Research Groups Meetings were held from May 31-June 4, 2015 in Arusha, Tanzania.

Professor Reuben A. Alabi, IWIM and Professor Karl Wohlmuth, IWIM, presented the paper "The Case of Sustainable Management of Solid Waste in Germany: Practical Lessons for Nigeria based on the Country State of Bremen" at the 2nd International Summit: Waste Summit 2015, Financing Management In Developing Economies, 22nd - 24th April 2015, Lagos, Nigeria (see the Extended Abstract). The Waste Summit was organized by the Waste Management Society Of Nigeria (WAMASON) and the International Solid Waste Association (ISWA). These are leading environmental organizations in Nigeria (see the two websites: http://www.environmental-expert.com/companies/waste-management-society-of-nigeria-wamason-24860 and http://www.iswa.org/ ). Professor Reuben A. Alabi is the Project Director of the Research Programme "Environment and Development Management Nigeria-Germany: Comparing Waste Management Value Chains" at IWIM, University of Bremen. At Lagos, the Paper and a Power Point Presentation were given. Professor Karl Wohlmuth is Consultant and Senior Advisor in the Project since January 2015. The duration of the Project is through end of 2017.

 

Agro-industrial Development in Nigeria: New Publications by IWIM's Guest Professor Reuben A. Alabi

This is to inform the public about new researches done by Professor Reuben A. Alabi who is now for three years in Bremen at the Excellence University to do researches on "Waste Management Value Chains in Nigeria. Lessons from Germany and the Country State of Bremen".

The most recent study on agro-industrial development in Nigeria is “Economic Analysis of Effect of Flood on Income Distribution among Farmers in Edo State, Nigeria”. Osasogie Daniel Izevbuwa from the Department of Agricultural Economics and Extension, Ambrose Alli University, Ekpoma, Edo State, Nigeria has contributed also to this study (see the PDF of the Journal Article and the Link to the study: http://ijraf.org/v2-i3.php ). What did the study reveal?:

The study estimated the effect of flood on the income distribution of the victims in Etsako East Local Government Area of Edo State. A multistage sampling technique was employed to sample respondents for the study. Questionnaire and interview schedule were used to obtain information from the farmers. The data obtained were analysed econometrically. The income inequality increased among the victims due to the lopsidedness of the distribution of the compensation. For example, the study indicates that the middle income group lost 18% of their income during the flood and they got only 13% of the total compensation, whereas the richest income group lost 33% of their income and received 44% of the total compensation. Corruption and nepotism/tribalism have been implicated for the skewed distribution of the compensation among the victims.

In the prestigious International Food Policy Research Institute (IFPRI) in Washington D.C. Professor Alabi and his research team have published the study: “Analysis of Agricultural Public Expenditures in Nigeria, Examination at the Federal, State, and local Government Levels”. The study was published as an IFPRI Discussion Paper 01395 in December 2014 by the Development Strategy and Governance Division (see the  PDF of the IFPRI Study). The study comes out with important messages:

The level of public spending on agriculture in Nigeria remains low regardless of the indicator used. Agricultural spending as a share of total federal spending averaged 4.6 percent between 2008 and 2012 and has been trending downward precipitously. In contrast, Nigeria recorded an annual average agricultural growth rate of more than 6 percent between 2003 and 2010, and agricultural gross domestic product followed an increasing trend between 2008 and 2012. Budgetary allocation to agriculture compared with other key sectors is also low despite the sector's role in the fight against poverty, hunger, and unemployment and in the pursuit of economic development. To develop the agricultural sector, all tiers of government—federal, state, and local—should increase spending. The state and local governments should step up efforts to increase internally generated revenue so as to reduce overdependence on allocations from the federation account.

Professor Reuben A. Alabi is also contributing to Volume 19 of the African Development Perspectives Yearbook with an Essay on The Role Of International Organisations In Promoting Agricultural Export Trade In Sub-Sahara Africa. This study is done in cooperation with Professor Kehinde Omotola Adejuwon, Department of Agricultural and Resource Economics, Federal University of Technology, Akure, Ondo State, Nigeria. This study examines the role of international organisations in promoting agricultural exports in Sub Sahara Africa (SSA), with particular emphasis on IFAD, WTO, and especially the Aid For Trade (AFT) programmes. The study concentrates on four major export crops in SSA, such as cocoa, coffee, cashew and cotton. Professor Alabi is now cooperating since 2004 with the African Development Perspectives Yearbook project.

 

Towards Sustainable Science, Technology, Industry, and Innovation (STII) Policies in Tunisia – A Cooperation between the Research Group on African Development Perspectives Bremen and Tunisian Science, Technology and Innovation (STI) Institutions 

Professor Jelel Ezzine, President of the Tunisian Association for the Advancement of Science, Technology and Innovation (TAASTI), Ecole Nationale d'Ingénieurs de Tunis (ENIT), University of Tunis El-Manar (UTM), has invited the Research Group on African Development Perspectives Bremen to cooperate on the development of a Master Degree Programme in Engineering and Technology Policy (ETP) and on the establishment of an African Science, Technology and Innovation (STI) Policy Institute as well as on the creation of a Pan-African Innovation Ecosystem (PAIES). Tunisia's success of its economic transformation process is dependent on progress in making STI a major force of growth and development.

A Fact Finding Mission to Tunisia will take place in November 2014. Participants are three members of the Research Group on African Development Perspectives Bremen (Professor Hans-Heinrich Bass, Bremen; Professor Achim Gutowski, Hamburg; and Professor Karl Wohlmuth, Bremen) and from the Cultural Sciences Professor Dr. Cordula Weisskoeppel, University of Bremen. Also two young scientists from the University of Applied Sciences Bremen (from a research working group of Professor Bass) will participate as members of the team. The Fact Finding Mission will give the opportunity to study Tunisia's National Innovation System, to discuss with representatives of Tunisian government institutions and of Higher Education and STI institutions. There will also be time to discuss about the future cooperation with Professor Ezzine and his team. This first phase of the cooperation is financed by the DAAD. Professor Bass, University of Applied Sciences Bremen,  was the main applicant.  Further already scheduled programme components for 2015 are a STII Summer School in Bremen and a STII Research Conference in Tunis.

 

Twenty Five Years have gone since Volume One of the African Development Perspectives Yearbook was published in 1989: A Development Project with International Impacts

The Start of the Project: The African Development Perspectives Yearbook as an International Development Project

When in 1989 the first volume of the African Development Perspectives Yearbook appeared, nobody in the Research Group on African Development Perspectives Bremen would have anticipated that the Yearbook is still on the market 25 years later, and that the Yearbook would gain international acceptance and recognition – as a source of information on African development perspectives, as a collection of analytical articles, of documentation, and of reviews and book notes. Over the years the Research Group on African Development Perspectives Bremen became a network of researchers, cooperation partners, and development institutions, with increasing participation from Africa. Now, many international and regional organizations, donor agencies, governmental offices, universities, African studies centers, media, and many experts working on and in Africa look carefully at the new issues of the Yearbook. The African Development Perspectives Yearbook considers themes from the local space to the global space, and from the project level to the national policy level; also regional integration and global integration issues are discussed (see about the Research Group and the Yearbook volumes from 1989 to 2014: http://www.iwim.uni-bremen.de/africa/africanyearbook.htm and the Wikipedia International entry about the importance of the Yearbook:  http://en.wikipedia.org/wiki/African_Development_Perspectives_Yearbook ).

 

 
African Development Perspectives Yearbook for 1989                               African Development Perspectives Yearbook for 2014

 

The First Volume for the Year 1989: "Human Dimensions of Adjustment" as a theme of great Developmental Importance for Africa till now

The first volume for 1989 had the title "Human Dimensions Of Adjustment". At that time the major direction of discussions was how Africa could respond to the demands for effective economic stabilization. Mainstream economics had their recipes and proposed cures, but many critical observers of such strict economic stabilization policies and packages were skeptical. They emphasized a stabilization approach with social adjustment components associated to the economic stabilization package. The Research Group on African Development Perspectives joined the critical and skeptical voices. African critical and skeptical voices on the proposed mainstream stabilization packages were taken very serious by the members of the Research Group. In Volume One of the Yearbook the Khartoum Declaration Towards A Human-Focused Approach To Socio-Economic Recovery And Development In Africa was carefully analyzed and reprinted in full; it was considered as an expression of African voices. Experts from international organizations like UNICEF and ILO who were as well critical and skeptical towards mainstream adjustment packages for Africa as proposed from IMF and World Bank were invited to contribute to Volume One to present their alternative adjustment policies, but also other views on African Alternative Adjustment were presented.

 

The Structure of the Yearbook and the Philosophy Behind: Comprehensive Analyses towards the Identification of Successful Development Models

The structure of Volume One was more or less preserved over the years, sustained and improved. The Unit 1 (Part of the Yearbook) on the Khartoum Declaration was complemented by various supporting Units; major issues like the relevance of the UN Program for Africa, the upcoming ecological crisis in Africa and the perspectives of Africa's relations with the European Community, were discussed in Volume One. A further Unit was on Successful African Development Models; Botswana was already at that time considered as a successful development model but also Zimbabwe. Another Unit covered adjustment issues of Nigeria; already at that time there were demands on Nigeria to implement long-term development strategies and to manage the huge oil revenues properly. A Unit on African Non-Governmental Organizations and Local Development highlighted the critical role of NGOs and CSOs in Africa. There was also a Unit on Reviews and Book Notes and a Unit on Profiles, News and Information. Both Units brought the Research Group into contact with publishers, editors, universities and research institutions. So it was possible to find partners having similar ideas and beliefs – the network became strengthened.

This model (or philosophy) of the issues of the African Development Perspectives Yearbook was sustained over the 25 years. The Yearbook volumes have a major theme, are focused on issues debated hotly in Africa; more and more African experts, researchers and institutions are involved and do report on their research themes, their development projects and development programs. The Yearbook is organized in a manner that allows it to bring forth the core messages across various Units which are introduced by Unit Editors. The Yearbook contains documents of importance for the Africa region; declarations and statements by regional and international organizations, by NGOs and CSOs on Africa are reproduced. The Yearbook volumes contain a Unit on Reviews and Book Notes filled with specific studies by inviting those to send their material who have written on the particular Yearbook focus. A Network of Experts and Researchers and of Institutions and Organizations was built.

 

The Current Work and the Future of the African Development Perspectives Yearbook: Consolidating the International Network on Africa

Over the years the Research Group on African Development Perspectives Bremen became involved in international research efforts. Donor agencies and international organizations became interested in the work of the Research Group. Consultancy, evaluation and research assignments to members of the Research Group followed. International research projects were awarded to the Research Group and its members The members of the Research Group who produced over these 25 years (from 1989 to 2014) the various Yearbook volumes are now working as professors at universities and colleges, as international consultants and advisers, and as experts in international, regional and national development organizations.

To celebrate the event, the year 2014 has seen the publication of two volumes with the titles – Macroeconomic Policy Formation – General Issues and Macroeconomic Policy Formation – Country Cases. The interest in these two volumes is great as a new macroeconomic strategy for Africa was elaborated and tested for various country cases. Currently there is intensive work on the volume for 2015 with the title "Africa's Progress in Regional and Global Economic Integration" as the first drafts from the contributors are reviewed, corrected and revised. Many ideas for further issues are discussed among members of the Research Group. High on the Publication Agenda are issues of New Energy and Sustainable Development Policies in Africa after Fukushima and Science, Technology and Innovation Policies for Exploiting Leapfrogging Opportunities in Africa. The Scientific Coordinator of the Research Group is still Professor Emeritus Dr. Karl Wohlmuth, Professor of Comparative Economic Systems at Bremen University; the Managing Editor is Professor Dr. Tobias Knedlik, Professor of International Economics at Fulda University, and the Review Editor is Professor Dr. Achim Gutowski, Professor of Innovation and Change Management at the University Campus in Hamburg.

 

Ist ein neuer Rahmen für die Welternährungspolitik erforderlich?

Dieser Frage geht Professor Karl Wohlmuth in dem Konferenzband "Europa im Spannungsfeld globaler und multilateraler Herausforderungen" nach. Der vom ehemaligen Rektor der Hochschule Bremerhaven, Prof. Dr. Heinz-Jürgen Scheibe, herausgegebene Band berichtet über die Ergebnisse des 24. Internationalen Wirtschafts- und Transportforums in Bremerhaven ("Davos an der Küste"). Neben mehreren Grußworten prominenter Europäer und Förderer werden die wichtigsten Beiträge in 5 Teilen des Buches abgehandelt (Globale und multipolare Herausforderungen; Chancen und Risiken globaler und multipolarer Entwicklungen; Strategien der Wirtschaft auf multipolare Veränderungen; Neue Wettbewerbsherausforderungen multipolarer Verkehrs- und Logistikmärkte; und Bremerhavener Botschaft).

 

 

Die Ergebnisse des 24. Internationalen Wirtschafts- und Transportforums

in Bremerhaven  ("Davos an der Küste"), DGAW 2014

Der Beitrag von Professor Karl Wohlmuth "Die Perspektiven der Welternährung bis 2050 und die Notwendigkeit einer neuen globalen Ordnungspolitik" ist im Teil 2 "Chancen und Risiken globaler und multipolarer Entwicklungen" nachzulesen. Der Bremer Wirtschaftsprofessor geht auf vier Dimensionen einer zu reformierenden Welternährungspolitik ein: erstens, auf die Bedeutung neuer Instrumente zur Messung von Ernährungssicherheit und Ernährungssicherung; zweitens, auf die Relevanz von Szenarien der Welternährung bis 2050 für die Gestaltung der Welternährungspolitik; drittens, auf die Möglichkeiten, die globale Unternehmensführung ("global corporate governance") von Agrar- und Nahrungsmittelkonzernen im Sinne einer nachhaltigen Ernährungspolitik zu beeinflussen; und viertens, auf die Notwendigkeit, einen neuen Rahmen für die globale Ernährungspolitik ("global food security governance") mit dem Ziel einer angemessenen Produktion relevanter internationaler öffentlicher Güter zu schaffen.

 

Internationale Rohstoffpolitik: Global Governance ist in der Diskussion

Eine erweiterte Fassung des Essays von Professor Karl Wohlmuth "Back to John Maynard Keynes in Regulating International Commodity Markets" ist jetzt als Nummer 125 in der Blauen Reihe des IWIM erschienen (Link: Blaue Reihe des  IWIM). Der Bremer Professor analysiert die Grenzen der "Transparenz-Agenda" und verweist auf die Notwendigkeit, ernsthaft über eine "Strukturreform-Agenda" nachzudenken. Die "Transparenz-Agenda" basiert auf einer Vielzahl von freiwilligen Vereinbarungen und Absichtserklärungen und einigen Gesetzesinitiativen, vor allem in den USA und der EU, für die Verbesserung der Transparenz auf spezifischen Rohstoffmärkten. In dem Beitrag wird auch auf die Vorschläge von John Maynard Keynes für die Organisation der internationalen Rohstoffmärkte eingegangen, um dann deren Bedeutung für die heute anstehenden Diskussionen zur Global Governance der internationalen Rohstoffmärkte zu erläutern. Es ist vorgesehen, die "Strukturreform-Agenda" in einem weiteren Beitrag zu vertiefen.

 

International Raw Materials Policy: Global Governance is in the Discussion 

An extended version of the Essay written by Professor Karl Wohlmuth with the title "Back to John Maynard Keynes in Regulating International Commodity Markets" has just appeared as number 125 in the Blue Series Discussion Papers of IWIM (Link: Blue Series Discussion Papers of IWIM). Economics Professor Karl Wohlmuth analyzes the "Transparency Agenda" and refers also to the necessity to discuss a "Structural Reform Agenda". The "Transparency Agenda" is based on a great number of voluntary agreements and declarations of intent, but also on some legal frameworks in the USA and the European Union (EU) to improve transparency with regard of some specific raw materials markets. In this Essay the recommendations by John Maynard Keynes for a global governance of the international raw materials markets are discussed as well, and their relevance for the current discussion is assessed. In a further paper the "Structural Reform Agenda" will be analyzed in greater detail.

 

Ein Plädoyer für eine neue Afrikapolitik der Europäischen Union – Die Welternährung ist 2014 im Fokus

Im Jahr 2014 werden die Perspektiven der Welternährung und der Ernährungssicherheit in Afrika im Mittelpunkt der globalen entwicklungspolitischen Diskussionen stehen. Das UN Year of Family Farming (Link: http://www.fao.org/family-farming-2014/en/)  und das AU Year of Food Security (Link: http://nigeria.gounna.com/show/show/42195/1) führen zu internationalen Verhandlungen und Diskussionen, die insbesondere auch die EU herausfordern werden. Die EU ist daher gefordert, im Dialog mit Afrika neue Akzente zu setzen. Alle Aspekte der Welternährung und der Ernährungssicherheit in Afrika werden daher bei den anstehenden EU-AU-Verhandlungen auf dem Prüfstand stehen; von afrikanischer Seite wird erwartet, dass die EU im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit und auch bei den Agrar-, Handels-, Umwelt- und Klimapolitiken mit neuen Vorschlägen antritt. 2014 ist das Jahr des vierten EU-AU-Gipfeltreffens im April in Brüssel, das erste Jahr des Mehrjährigen Finanzrahmens der EU, und für die AU ist 2014 der Beginn der dritten Strategischen Planperiode bzw. auch das Jahr der "Landwirtschaft und Ernährungssicherheit" (vgl. dazu einerseits das EU/ECDPM (European Centre for Development Policy Management) Challenges for Africa-EU Relations in 2014 Paper:  http://www.ecdpm.org/Web_ECDPM/Web/Content/Download.nsf/0/72EA20FE64B9A92EC1257C4600386506/$FILE/FINAL%2013-PMI05-challenges%20english%20%281%29.pdf und andererseits die Beschlusslage der AU zum Strategischen Plan der AU für 2014-2017: http://summits.au.int/en/21stsummit/events/african-union-commission's-strategic-plan-2014-2017-adopted-assembly ). Das Jahr 2014 kann daher zu einer Wende in den EU-AU-Beziehungen führen, was angesichts der globalen Konkurrenz um Einfluss in Afrika als vielleicht letzte Chance für Europa gesehen wird (vgl. dazu auch F. Rampa, ECDPM: http://www.ecdpm-talkingpoints.org/challenges-2014-family-farming-african-food-security-and-eu-au-relations-deadlock-or-turning-point-in-2014/).

Professor Karl Wohlmuth geht in seinem neuen Essay "Perspektiven der Welternährung. Plädoyer für eine neue Afrikapolitik der Europäischen Union" auf die Möglichkeiten ein, die "Gemeinsame Strategie Afrika-EU" so umzubauen, dass die Ernährungssicherheit in Afrika im Zentrum der zukünftigen gemeinsamen Arbeit steht. Die 2007 in Lissabon vereinbarte Gemeinsame Strategie Afrika-EU hat bisher in keiner Weise die Erwartungen erfüllt und das Jahr 2014 bietet nun die Chance, neue Akzente zu setzen. Der Bremer Wirtschaftsprofessor zeigt vier Handlungsebenen auf, wie die Probleme der Ernährungssicherheit in Afrika im Rahmen der Gemeinsamen Strategie Afrika-EU konstruktiv aufgegriffen werden können. Konkrete Projekte, Programme und Aktionen werden aufgeführt. Der Beitrag wurde für die letzte Europakonferenz des Forschungsinstituts der IWVWW e. V. an der Humboldt-Universität zu Berlin im November 2013 erarbeitet. Die Studie wird in der Zeitschrift "Berichte" und auch in der "Blauen Reihe" des IWIM erscheinen (vgl. Publikationen Karl Wohlmuth). Das Institut in Berlin ist seit vielen Jahren Partnerinstitut des IWIM.

 

Wissenschaft, Technologie, Innovation (WTI) und die Agroindustrien in Afrika

Unter diesem Titel hat Professor Karl Wohlmuth eine neue Studie publiziert (vgl. Publikationen Karl Wohlmuth). Wissenschaft, Technologie, Innovation (WTI) sind zentrale, aber bislang zu wenig beachtete Faktoren der afrikanischen Entwicklung. In allen drei Bereichen von WTI besteht in Afrika großer Nachholbedarf. Auch die Entwicklungszusammenarbeit vernachlässigt nach wie vor diese Faktoren. Der Bremer Professor analysiert drei Ebenen: Wie können die Wirtschaftssektoren in Afrika besser mit WTI vernetzt werden? Wie können WTI-Inputs besser in afrikanische Wertschöpfungsketten inkorporiert werden? Wie können durch WTI-Strategien und WTI-Politiken in Afrika Wettbewerbsvorteile auf Länder- und Unternehmensebene geschaffen werden? Am Beispiel der afrikanischen Agroindustrien wird deutlich gemacht, dass auch in Afrika Möglichkeiten bestehen, WTI zu einem zentralen Wachstumsfaktor zu machen. Verschiedene Länderbeispiele werden in der Studie erwähnt.

Die Studie basiert auf Forschungsarbeiten zur agro-industriellen Entwicklung in Afrika, die Wirtschaftsprofessor Karl Wohlmuth seit 2008 durchführt (vgl. den Link zu dem Projekt: http://www.iwim.uni-bremen.de/Agro-IndustrialDevelopment.htm).

 

 

Die Studie ist im GIGA Focus Afrika erschienen. Das GIGA (German Institute of Global and Area Studies)  ist unter der Präsidentschaft von Prof. Dr. Robert Kappel zum führenden Regionalforschungsinstitut in der Bundesrepublik Deutschland geworden und ist nun auch ein bedeutender internationaler Player in vielen Forschungsbereichen zu Entwicklungsfragen. Im GIGA Focus Afrika werden wichtige und aktuelle Themen zu Afrika kurz und verständlich dargestellt, um die Medien, die Experten und auch die Entscheidungsträger in Wirtschaft, Politik und Entwicklungszusammenarbeit zu erreichen (vgl. den Link zu der Reihe GIGA Focus Afrika: http://www.giga-hamburg.de/de/publikationen/giga-focus/afrika). Prof. Dr. Robert Kappel ist auch ein Mitbegründer der Forschungsgruppe Afrikanische Entwicklungsperspektiven Bremen, die das African Development Perspectives Yearbook seit 1989 herausgibt (in den nächsten Wochen erscheinen die Bände 16 und 17 zum Thema "Macroeconomic Policy Formation in Africa", während der Band 18 zum Thema "Africa's Progress in Regional and Global Economic Integration" in Planung ist).

 

Residenzakademie Würzburg der Studienstiftung des deutschen Volkes: Die Perspektiven der Welternährung im Fokus

An der Residenzakademie Würzburg der Studienstiftung des deutschen Volkes (SdV) fand im Oktober 2013 ein Seminar statt, das weitgehend von Studierenden organisiert wurde. Neben dem wissenschaftlichen Programm (Programm) wurde auch ein kulturelles Programm mit Besichtigungen des Weltkulturerbes angeboten. Studierende aus verschiedenen Fachrichtungen beschäftigten sich mit den Perspektiven der Welternährung 2050 in einem Seminar mit dem Titel Welternährung zwischen Mangel und Überfluss

Im Rahmen des wissenschaftlichen Programms wurden sechs Workshops durchgeführt (Workshops). Alle Facetten des Problems konnten dadurch aus interdisziplinärer Sicht abgedeckt werden. Professor Karl Wohlmuth befasste sich in seinem Workshop mit den Ökonomischen Grundlagen der Welternährung 2050 und ging auch auf eine Agenda für Afrika ein, da insbesondere in Afrika südlich der Sahara die Problemzonen hinsichtlich der Ernährungssicherung liegen (vgl. Lecture Notes und Präsentation). Professor Karl Wohlmuth ging auf vier zentrale Aspekte ein, die in vier Gruppenphasen des Seminars abgehandelt wurden: Erstens, auf die diversen Instrumente zur Messung der Ernährungssicherheit, um deren Relevanz festzustellen und um die Anwendungsmöglichkeiten auf afrikanische Länder zu prüfen; zweitens auf ausgewählte Szenarien der Welternährung, um die Perspektiven der Welternährung bis 2050 zu erfassen und um zu sehen, wie die Szenarien als Basis für langfristige Politikentscheidungen und Politikänderungen genutzt werden können; drittens auf die globalen Konzernstrategien der Nahrungsmittel- und Agrarkonzerne, um zu sehen, welche Chancen bzw. Risiken sich von daher für die Welternährung ergeben; und viertens auf die globalen Ordnungsmodelle, um zu prüfen, inwieweit die für eine globale Ernährungssicherung wichtigen internationalen öffentlichen Güter durch die existierenden internationalen Organisationen auch angemessen produziert werden können. In der Agenda für Afrika wurden die Probleme in Afrika identifiziert und auch Lösungsansätze vorgestellt.

 

Die Teilnehmer an der Residenzakademie Würzburg der Studienstiftung des deutschen Volkes (SdV)

 

Die Teilnehmer am Seminar (vgl. Fotogalerie) haben Präsentationen erarbeitet, die als Basis für eine allgemeine Diskussion in den vier Gruppenphasen dienten. Im Rahmen des Seminar-Plenums wurden Berichte über die Ergebnisse aller Workshops/Arbeitsgruppen gegeben.

Professor Karl Wohlmuth befasst sich mit der Thematik, insbesondere in Bezug auf Afrika, im Rahmen der Forschungsgruppe Afrikanische Entwicklungsperspektiven, die das African Development Perspectives Yearbook herausgibt (Link zur Research Group: http://www.iwim.uni-bremen.de/forschung/forsch-adpy.htm) und im Rahmen des Forschungsprojektes Agroindustrielle Entwicklungskonzepte für Afrika (Link zum Forschungsprojekt Agroindustrielle Entwicklungskonzepte für Afrika: http://www.iwim.uni-bremen.de/Agro-IndustrialDevelopment.htm).

 

Finanzspekulation und Nahrungsmittelpreise: Gefährden die Finanzmärkte die Welternährung?

Eine neue Studie von Professor Hans-Heinrich Bass für Foodwatch e. V. ist soeben als Heft Nummer 42 in der IWIM-Reihe "Globalisierung der Weltwirtschaft" erschienen (IWIM-Reihe "Globalisierung der Weltwirtschaft", Heft Nummer 42, November 2013, PDF).

Professor Bass geht in dieser Studie auf die Kontroversen über die Rolle der Finanzspekulation mit Nahrungsmitteln ein. Ein zentrales Problemfeld der Globalisierung der Weltwirtschaft wird debattiert. Es geht um die Frage, ob die Globalisierung der Finanzmärkte mit einer nachhaltigen Welternährung überhaupt vereinbar ist. Diese Kontroverse hat nicht nur die akademische Welt erreicht, sondern beeinflusst auch immer stärker die Finanzwelt und die Politik, nicht nur in der Bundesrepublik, sondern auch in der gesamten EU und in den USA. Es ist daher wichtig, die Studien zu dem Thema zu sichten und vor allem die methodischen Grundlagen zu überprüfen. Bisher ist dies noch nicht geschehen; die Studie betritt insofern Neuland. In der Studie von Professor Bass wird insbesondere auf die ökonometrischen Ansätze in den verschiedenen Studien eingegangen wie auch auf die Qualität der zugrundeliegenden Daten. 

In der Studie von Professor Bass wird in mehreren Schritten das vorhandene Material geprüft: Zunächst wird das Thema der "Finanzialisierung" der Rohstoffmärkte erläutert, und dann werden die verfügbaren Daten geprüft; es folgt eine Analyse des generellen Einflusses der Finanzialisierung auf die Preisbildung, gefolgt von Analysen der Auswirkungen der Finanzialisierung auf Preisspitzen und Preisschwankungen. In weiteren Abschnitten der Studie geht es um die Transmissionsmechanismen des Preisgeschehens vom Terminmarkt auf die Spotmärkte. Auch der weitere Forschungsbedarf und der politische Handlungsbedarf werden diskutiert.

 

 

Die Studie wurde von Foodwatch  e. V. (Link Foodwatch Deutschland: http://www.foodwatch.org/de/) bei Professor Bass in Auftrag gegeben. Beim Pressgespräch in Berlin waren der Autor (Professor Bass), der Auftraggeber (Thilo Bode für Foodwatch) und der Herausgeber der Studie (Professor Wohlmuth) anwesend. Professor Wohlmuth und Professor Bass haben in den letzten Jahren mehrere Projekte zu Themen der Globalisierung der Weltwirtschaft, der Welternährung und der Agroindustrie in Afrika gemeinsam bearbeitet (Link Agroindustrie-Projekte:http://www.iwim.uni-bremen.de/Agro-IndustrialDevelopment.htm). Professor Bass hat auch eine wichtige Studie über "Finanzmärkte als Hungerverursacher" für die Welthungerhilfe verfasst (Link zur Welthungerhilfe:http://www.welthungerhilfe.de/fileadmin/user_upload/Mediathek/Studie_Nahrungsmittelspekulation_Bass.pdf und weitere Inputs unter:http://www.welthungerhilfe.de/?id=1299).

Gedruckte Ausgaben der Studie von Professor Bass sind über Foodwatch Deutschland erhältlich: Martin Rücker, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Foodwatch e. V., Brunnenstr. 181, 10119 Berlin, Telefon: +49 (0)30 / 240 476-290 und Fax: +49 (0)30 / 240 476-26 und E-Mail: martin.ruecker@foodwatch.de

 

Re-regulating International Commodity Markets: A New Essay Was Just Published

In this essay Back To John Maynard Keynes in Regulating International Commodity Markets Professor Karl Wohlmuth compares weak and strong forms of global governance of international raw materials markets. This is done by comparing the "transparency agenda" with the "structural reform agenda". John Maynard Keynes has worked for decades academically on commodity markets, on speculation and storage, on forward markets and buffer stocks, etc., but he has also gained practical experience on these markets by intensive commercial trading activity on various commodity markets. Based on this immense knowledge he has influenced fundamentally the Post-World War Two Agenda with the proposed International Clearing Union (ICU) and the proposed International Trade Organization (ITO). Both proposed organizations contain detailed provisions for establishing a world order on international commodity markets. He was very much concerned about the impact of price volatility of raw materials on global macroeconomics, and he was deeply convinced that appropriate regulations of international commodity markets and of national resource sectors would impact positively on peace, macroeconomic stability, employment and development. He was convinced that strong global governance must be based on simple, stable, effective, consensual and binding rules. On the basis of this Keynesian framework the "transparency agenda" is evaluated.

Now the "transparency agenda" with regard of international raw materials markets is so much debated, but it is a rather weak form of global governance, although it contains various proposals, voluntary agreements and codes of conduct. The "structural reform agenda" however represents a rather strong form of global governance of the global commodity markets and of the national resources sectors. It contains internationally binding agreements on investment, trade, exploration, production and use of resources, food security, and sustainable development. Also new global governance institutions are discussed based on the international public goods approach. In this essay the "transparency agenda" is discussed in great detail while the "structural reform agenda" is presented only in a short description in the Conclusions and Outlook section. The essay was published in the quarterly journal "Berichte" from the Research Institute of IWVWW e. V. in Berlin, the magazine of our partner institute (see Publications Karl Wohlmuth). A version of the essay will also be published in the IWIM Blue Series Discussion Papers (see IWIM Blue Series Discussion Papers). The "Structural Reform Agenda"  needs a further elaboration in a follow-up paper.

 

Schwerpunktheft Afrika: Entwicklungspotential und Risiko

Im Schwerpunktheft Afrika der "Berichte" des Forschungsinstituts der Internationalen Wissenschaftlichen Vereinigung Weltwirtschaft und Weltpolitik (IWVWW) e. V. geht es um Entwicklungspotentiale und um Sicherheitsrisiken in Afrika beim internationalen Einsatz von Fachkräften. Nach dem auszugsweisen Abdruck der Rede des Bundespräsidenten Joachim Gauck auf der Sitzung der ständigen Vertreter der Afrikanischen Union in Addis Abeba/Äthiopien  vom 18. März 2013 finden sich Beiträge über den Mali-Konflikt als Spätfolge libyscher Destabilisierungspolitik in den Sahara-Saaten und über Sicherheitsrisiken bei der internationalen Entsendung von Fachkräften nach Afrika. Der Beitrag des Bremer Professors Karl Wohlmuth geht auf Wissenschaft, Technik und Innovation als Triebkräfte der afrikanischen Entwicklung ein. Besonders thematisiert wird der Stellenwert von Wissenschaft, Technik und Innovation für die Förderung von Landwirtschaft, Agroindustrie und Agribusiness in Afrika.

Die beiden Institute kooperieren seit über 20 Jahren in vielfältiger Form (Link: http://www.iwvww.de/).

 

Science, Technology and Innovation (STI) as Drivers of African Development: New Essays by Professor Karl Wohlmuth

In various essays Professor Wohlmuth outlines the role of Science, Technology and innovation (STI) as drivers of African Development (Link on Publications: http://www.iwim.uni-bremen.de/publikationen/pub-wohlmuth.htm ). Considered are the major economic problems in Africa requesting significant STI inputs to be overcome (stagnation of agriculture, especially of cereals production; de-industrialization and low share of manufacturing in GDP; difficulties to transform trade structures at regional and global levels towards a higher value added content of exports). The African Union (AU) initiatives undertaken in this regard are characterized area by area. Main focus is on public interventions and on public-private partnerships to use STI infrastructure and STI policies more effectively. Three action levels are discussed to show how STI-based development can work towards value addition, employment creation and poverty reduction. The three action levels (building linkages between agriculture and agro-industry subsectors and STI infrastructure; incorporating STI inputs into agro-industrial value chains at all levels and ranks; and converting comparative advantages into competitive advantages by using specific STI inputs) are discussed in detail and matter in a new Agenda for African Development based on STI. The papers benefitted from consultancy work for UNIDO and participation and discussion at UNIDO/FAO/AU conferences in Addis Ababa, Ethiopia and Abuja, Nigeria (see also the project context of these researches: http://www.iwim.uni-bremen.de/Agro-IndustrialDevelopment.htm).

 

Promoting the Production of Cashew, Shea, and Indigenous Fruits in West Africa: Strategies towards Export Diversification and Local Agro-industrial Development/Sub-Project to: Promoting Agro-Industry in West Africa

(see the Annual Report 2011/2012 of ITD/Institute for Transport and Development, Faculty Of Business And Economics, Hochschule Bremen/University Of Applied Sciences, Directors and Editors: Professors Hans-Heinrich Bass and Hans-Martin Niemeier)

In a collaborative research project directed by Professor Hans H. Bass, Director of the Institute for Transport and Development/ITD, at Bremen University of Applied Sciences, the potentials of indigenous crops and fruits in West Africa for rural and urban domestic markets and for export markets are analyzed. Included in the research programme (covering Mali, Ghana and Nigeria) are the actual and potential value chains for indigenous fruits such as mangoes; the transformation of these fruits into sauces, syrups, and juices is studied and also the services needed for marketing these products in local, regional and international markets are investigated. The same type of value chain analysis is applied to products such as karate (shea) which is part of a complex agro-forestry eco-system with uses for cosmetic and pharmaceutical products; also cashew is included which is offering also huge potentials for processing in downstream industries such as in pharmacology. The research project was funded by the German Federal Ministry of Education and Research (Bundesministerium für Bildung und Forschung/BMBF). The various phases of the research project are described in the Annual Report of ITD (see Web Access: 

http://www.hs-bremen.de/internet/forschung/einrichtungen/itd/profil/itd_annual_report_final_version_100dpi.pdf).

 

Professor Karl Wohlmuth from the University of Bremen has contributed to this research project with an article on the role of Science, Technology and Innovation (STI) for promoting agriculture, agro-industries and agribusiness in Africa. As country cases Nigeria and Ghana were considered in the essay. See on the publication details:

Wohlmuth, Karl, 2013, Promoting agriculture, agro-industry and agribusiness in Africa. The role of science, technology and innovation (STI), pp. 22-28, in: Promoting the Production of Cashew, Shea, and Indigenous Fruits in West Africa, edited by Hans-Heinrich Bass, published in: Institute for Transport and Development, ITD Annual Report, Supplement 2, Bremen: Bremen University of Applied Sciences, March 2013; Web Access at SSOAR (Social Science Open Access Repository) under http://www.ssoar.info/ssoar/handle/document/33846 and Persistent Identifier (PID): http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-338461; the study is also accessible at University of Bremen's e-lib in: http://elib.suub.uni-bremen.de/edocs/00103145-1.pdf. Professor Wohlmuth has researched since 2009 intensively on issues of STI policies and agro-industrial development in Africa (see Publications Karl Wohlmuth).

 

Learning to Compete: Annual Conference by UNU-WIDER (United Nations University - World Institute for Development Economics Research), Helsinki, June 2013

UNU-WIDER invites to its Annual Conference 2013 with the important theme "Learning to Compete: Industrial Development and Policy in Africa" (see the Link for paper submissions: http://www.wider.unu.edu/home/news/en_GB/call-for-papers-l2c/). It is an international conference held in the context of a collaborative research program (see the Link: http://www.wider.unu.edu/research/current-programme/en_GB/L2C-2010/).

Economics Professor Karl Wohlmuth works on similar lines. He has recently researched on strategies for converting comparative advantages into competitive advantages in Africa's agro-industry sectors (Link: http://www.iwim.uni-bremen.de/Agro-IndustrialDevelopment.htm). As a further project in this context, the planned volume 17 (for 2014) of the African Development  Perspectives Yearbook will cover some of these issues under the umbrella title of Africa's Progress in Regional and Global Economic Integration (Links to the Yearbook Project: http://www.iwim.uni-bremen.de/african_developm_.htm and http://www.iwim.uni-bremen.de/africa/about.htm).

 

"Agribusiness for Africa's Prosperity": All UNIDO Project Books are now available as E-Books

Also the book with the African Country Case Studies on Agro-industry Development which is related to the main document "Agribusiness for Africa's Prosperity" is now available as an E-Book. The Country Case Studies were conceived as background materials to the main document. The main document was published in English and in French. The three E-Books can be fully downloaded at: 

http://www.unido.org/index.php?id=1001692

At this website also other information about the project can be found, especially the Seven Development Pillars. 

The books are presented particularly to the benefit of the members of the 3ADI (Accelerated Agribusiness and Agro-industries Development Initiative) and of policy advisers to African governments, especially the ministries of industry and trade being responsible for new industrialization steps. The website of 3ADI contains further information about the Project:

http://www.3adi.org/Agribusiness_for_Africa_Prosperity

In a Video about the book "Agribusiness for Africa's Prosperity" UNIDO Director General Dr. Kandeh K. Yumkella discusses the importance of the study for Africa: http://www.youtube.com/watch?v=C23tW_MjnFE.  

Further information about the book is provided also in UNIDO's quarterly magazine Making It: http://www.3adi.org/agribusiness_making_it

Professor Karl Wohlmuth has contributed to the Project since February 2008 as a Consultant, Author and Editor. In the African Development  Perspectives Yearbook these issues were given attention quite regularly. See details on the various issues of the Yearbook: http://www.iwim.uni-bremen.de/africa/africanyearbook.htm 

 

Zweite Auflage der UNIDO-Studie mit den Länderfallstudien zur Entwicklung von Agroindustrie und Agribusiness in Afrika ist erschienen:

Die zweite Auflage der UNIDO-Studie Agribusiness for Africa's Prosperity - Country Case Studies ist eben erschienen. In acht Länderfallstudien (Äthiopien, Mali, Sambia, Kamerun, Nigeria, Senegal, Kenia und Südafrika), die meist von afrikanischen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen dieser Länder erstellt wurden, werden die Entwicklungen von Agroindustrie und Agribusiness untersucht. Es werden auch Vorschläge für eine umfassende Politikreform mit dem Ziel der Stimulierung des Sektors gemacht. In zwei zusammenfassenden Kapiteln werden von Professor Karl Wohlmuth, IWIM, Universität Bremen und Dr. Patrick Kormawa, Direktor für die Region Westafrika der UNIDO die wesentlichen  Ergebnisse der Länderfallstudien zusammengefasst. Die Determinanten der Entwicklung des Sektors und die Perspektiven einer Politikreform zur Förderung des Sektors stehen dabei im Vordergrund. In einem Index der Transformation des Sektors werden die Erfolge bzw. Hemmnisse bei der Entwicklung des Sektors dargestellt.

Der Bremer Wirtschaftsprofessor Karl Wohlmuth arbeitet seit Februar 2008 an dem Projekt der UNIDO "Value Addition to Africa's Industry" mit. 

 

Der gesamte Bericht mit den Länderfallstudien kann eingesehen werden über den Link:

http://www.unido.org/fileadmin/user_media/Services/Agro-Industries/Agribusiness/AAP_CCS_v4.pdf

Diese Studie mit den Länderanalysen ist ein Hintergrundbericht zu der umfassenden Grundlagenstudie Agribusiness for Africa's Prosperity, die vom Generaldirektor der UNIDO, Dr. Kandeh Yumkella initiiert wurde. Auch diese Studie kann als E-Book in englischer und in französischer Sprache komplett eingesehen werden (vgl. Links unten).

Die Studie ist verfügbar als E-Book in englischer Sprache via:

http://www.unido.org/fileadmin/user_media/Publications/Pub_sales/Agribusiness_for_Africas_Prosperity_e-book.pdf

und als E-Book in französischer Sprache via:

http://www.unido.org/fileadmin/user_media/Services/Agro-Industries/Agribusiness/agribusiness_french_e-book.pdf

Diese drei Bücher sind gedacht als Inputs für die Politikreform in diesem Bereich in den afrikanischen Ländern und als Materialien für die Initiative 3ADI/Accelerated Agribusiness and Agro-industries Development Initiative (vgl. die relevanten Links zu dieser Initiative: http://www.3adi.org/ und http://www.3adi.org/tl_files/3ADIDocuments/Other%203ADI%20docs/briefing%20note%203adi%201103.pdf). 

 

 

Second Edition of UNIDO Study on Country Cases of African Agro-industry Development just released:

The second edition of an UNIDO Study with Country Cases on Developing Agribusiness and Promoting Agro-industries in Africa was just released. This is the background document to a major UNIDO Study on Agribusiness for Africa's Prosperity, published under the guidance of the General Director of UNIDO, Dr. Kandeh Yumkella. The Second Edition of the Report with African Country Cases contains eight chapters with case studies and two summarizing chapters by Professor Karl Wohlmuth from the University of Bremen and Dr. Patrick Kormawa, Director for the West Africa Region at UNIDO. The eight case studies, mainly done by African economists, contain evaluations of the ongoing structural changes in the sector and of the policy context for agribusiness development and agro-industry promotion. The synthesis is presented in chapters 1 and 10 while the country case studies are presented in the chapters 2 to 9. The synthesis chapters contain a Country Typology and an Overview for the Eight Cases as well as Lessons from the Cases and Recommendations for a New Industrial Policy which is linked better linked to agricultural development. A Transformation Index is presented covering 10 criteria for assessment.

 

A full download of the background study with the African country cases is possible via:

http://www.unido.org/fileadmin/user_media/Services/Agro-Industries/Agribusiness/AAP_CCS_v4.pdf

 

The main UNIDO Report on Agribusiness for Africa's Prosperity can be downloaded as an E-Book in English via:

http://www.unido.org/fileadmin/user_media/Publications/Pub_sales/Agribusiness_for_Africas_Prosperity_e-book.pdf

and as an E-book in French via:

http://www.unido.org/fileadmin/user_media/Services/Agro-Industries/Agribusiness/agribusiness_french_e-book.pdf

These books are policy inputs to the 3ADI (Accelerated Agribusiness and Agro-industries Development Initiative (see also the relevant links to http://www.3adi.org/ and to http://www.3adi.org/tl_files/3ADIDocuments/Other%203ADI%20docs/briefing%20note%203adi%201103.pdf).

 

First Africa Congress Bremerhaven at Forum Klimahaus September 12-13, 2012 : IWIM was asked to inform its Africa networks about the forthcoming conference in Bremerhaven (see Link to the Organizers: http://klimahaus-bremerhaven.de/africa/). This is done by asserting that the conference is an important event, covering in Forum I important issues of land use, land grabbing and food security in Africa. Good governance and sustainability issues are discussed in Forum II.  There are also two workshops I and II on urban climate adaptation projects in Africa and on improving land use, water and food security under climate change conditions in rural Africa. In two further Forums III and IV issues of Fighting poverty with sustainable economy and of Education for Sustainable Development are discussed.

IWIM is still researching on these issues (See the links to the projects: http://www.iwim.uni-bremen.de/Agro-IndustrialDevelopment.htm and http://www.iwim.uni-bremen.de/EconomicPoliciesInSudan.htm,and see also the link to the work of the Research Group on African Development Perspectives Bremen: http://www.iwim.uni-bremen.de/africa/about.htm ). In the past major research projects on renewable energy economics and sustainability economics were executed (Links: http://www.iwim.uni-bremen.de/forschung/abgeschl.htm#Nachhaltiges and http://www.iwim.uni-bremen.de/forschung/abgeschl.htm#Energiebereich).

Science, Technology and Innovation and the Promotion of Agribusiness in Africa: In an essay Professor Karl Wohlmuth discusses three levels of action for promoting agriculture, agro-industry and agribusiness in Africa - the level of sectors and sub-sectors, the level of value chains and the level of competitive firms and products. It is shown that progress depends on strategies to create linkages between sectors, to integrate value chains and to convert comparative advantages into competitive positions. The role of Science, Technology and Innovation (STI) is relevant at all the three levels, and specific support strategies are proposed and recommended. STI is a major force which can be productively used also in low developed African countries. Although some African countries have made progress in linking agribusiness development and STI, like Rwanda, much more needs to be done at national, regional and sector levels. 

The essay will be published in a long version (in the IWIM Blue Series Discussion Papers Number 124) and as a short version (in an edited volume on West African Fruits and Crops, based on a research project directed by Professor Hans-Heinrich Bass, Bremen University of Applied Sciences).

 

The UNIDO study Agribusiness for Africa's Prosperity with the chapter on Science, Technology and Innovation in Africa by Professor Karl Wohlmuth is now also available as an E-Book - in the English Edition and in the French Edition (see for the English Edition: 

http://www.unido.org/fileadmin/user_media/Publications/Pub_sales/Agribusiness_for_Africas_Prosperity_e-book.pdf 

and for the French Edition: 

http://www.unido.org/fileadmin/user_media/Services/Agro-Industries/Agribusiness/agribusiness_french_e-book.pdf).

 

 

 

Industrialisierung auf der Basis landwirtschaftlicher Entwicklung in Afrika: Professor Karl Wohlmuth sprach in der Wissenschaftsmatinee "Wissen um 11" im Haus der Wissenschaft zu dem Thema "Industrialisierung in Afrika auf der Grundlage landwirtschaftlicher Entwicklung - Bericht eines Mitautors über eine neue UN-Studie" (vgl. dazu die Präsentation unter http://www.iwim.uni-bremen.de/Siakeu/Wissen-um-11-3-2012.pdf). Das Thema wurde von der Forschungsgruppe Afrikanische Entwicklungsperspektiven Bremen bereits im Zusammenhang mit dem Band 2 des African Development Perspectives Yearbook für 1990/91 umfassend abgehandelt (Link zum Afrika-Jahrbuch http://www.iwim.uni-bremen.de/africa/africanyearbook.htm). Die neue UN-Studie greift diese Thematik unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen und neuer Forschungsergebnisse auf (vgl. dazu auch die Infos auf der Projektseite: http://www.iwim.uni-bremen.de/AgroIndustrialDevelopmentinAfrica.htm ).

Ökonomische Afrikaforschung an der Universität Bremen: Professor Karl Wohlmuth berichtete in der Ratskelleruniversität der unifreunde über drei aktuelle Projekte der Afrikaforschung in seinem Arbeitsbereich. Näher eingegangen wurde auf eine kürzlich veröffentlichte Studie mit acht Länderbeispielen zur Perspektive von Agroindustrie und Agribusiness in Afrika. Referiert wurde zum Thema "Potentiale von Agroindustrie und Agribusiness in Afrika – Ergebnisse einer vergleichenden Länderstudie" (Link zu PDF Vortrag http://www.iwim.uni-bremen.de/Siakeu/Freunde%20Universit%C3%A4t%20Bremen-1-2012-2.pdf).

 

New UNIDO Report on Africa's Agroindustry and Agribusiness Released in Vienna: Economics Professor Karl Wohlmuth and UNIDO Director for West Africa Patrick M. Kormawa have released the new report  Agribusiness for Africa's Prosperity, Country Case Studies. The report contains eight case studies (Cameroon, Ethiopia, Kenya, Mali, Nigeria, Senegal, South Africa, and Zambia). Throughout these country case studies analyze the following issues: the case for agro-industrial development; the structure and dynamics of agroindustries; the policies for developing agro-industries; the key policy factors for promoting agribusiness; and the visions, plans, and way forward.

 

New UNIDO Report on Africa's Agroindustry and Agribusiness Released in Vienna: Economics Professor Karl Wohlmuth and UNIDO Director for West Africa Patrick M. Kormawa have released the new report Agribusiness for Africa's Prosperity, Country Case Studies. The report contains eight case studies (Cameroon, Ethiopia, Kenya, Mali, Nigeria, Senegal, South Africa, and Zambia). Throughout these country case studies analyze the following issues: the case for agro-industrial development; the structure and dynamics of agro-industries; the policies for developing agro-industries; the key policy factors for promoting agribusiness; and the visions, plans, and way forward. 

Professor Karl Wohlmuth and UNIDO Director Kormawa highlight the issues and give an overview of the study in the first chapter on Context of Agro-industry in Africa. The country cases are reviewed and assessed. Interesting results for policymakers emerged from the case studies: the ranking of the eight countries according to the actual transformation stage of agro-industry and agribusiness reveals that landlocked and least developed countries can develop these branches of industry with positive effects on employment, poverty reduction, value addition and trade creation, and with sustainable effects on agricultural development and industrialization. 

In the final chapter Conclusions the two editors of the report give lessons of more general developmental importance that were derived from the study; as well recommendations for policymakers are presented so as to enable them to modify agro-industrial development policies. Also there are views presented in the report on necessary changes and refinements for UNIDO projects and programs in the eight countries. A New Industrial Policy Framework is proposed and outlined in some detail. 

The report gives evidence on the state of agribusiness in these eight countries and is intended to equip policymakers with new analysis, new facts, innovative solutions and comparative insights. The Report is part of the UNIDO project Value Addition to African Industry/Agribusiness for Africa's Prosperity that was guided by the UNIDO Director General Kandeh K. Yumkella and executed by Patirck M. Kormawa, UNIDO Director for West Africa. Professor Karl Wohlmuth has worked as an International Consultant in this Project (see details about the New Project Agro-industries and for bibliographic reference the Publications Karl Wohlmuth).

Link zu Publikationen Karl Wohlmuth: http://www.iwim.uni-bremen.de/publikationen/pub-wohlmuth.htm

 

Die französischsprachige Ausgabe der neuen UNIDO-Studie über die Potentiale und Chancen des Agribusiness in Afrika mit dem Beitrag von Professor Karl Wohlmuth über Wissenschaft, Technik und Innovation in Afrika ist soeben erschienen: 

Karl Wohlmuth, Renforcement des efforts technologiques et des capacités d'innovation, S. 186 – 227, in: AGRIBUSINESS POUR LA PROSPÉRITÉ DE L'AFRIQUE, L'agribusiness au secours de la prospérité de l'Afrique (full access for download via: http://www.unido.org/fileadmin/user_media/Services/Agro-Industries/Agribusiness/agribusiness_french_e-book.pdf ). 

Die englischsprachige Ausgabe des Bandes ist ebenfalls frei zugänglich (vgl. Publikationen Karl Wohlmuth und Projekt Agroindustrie).

 

 

Link zu Publikationen Karl Wohlmuth: http://www.iwim.uni-bremen.de/publikationen/pub-wohlmuth.htm 

Professor Karl Wohlmuth hat über den neuen Ansatz der UNIDO zur Entwicklung der Agroindustrie in Afrika referiert und Kernpunkte zusammengefasst (vgl. den kurzen Bericht und die Power Point-Präsentation). Professor Wohlmuth hat als UN-Konsulent an dem Bericht mitgearbeitet.

Link zum Bericht: http://www.iwim.uni-bremen.de/Tchokam/Leitfaden%20UNIDO-9-2010-1.pdf 

Link zur Power Point-Präsentation: http://www.iwim.uni-bremen.de/Tchokam/Leitfaden%20Landwirtschaft%20in%20Afrika-9-2011.pdf 

 

A new UN Report on Africa was released by UNIDO. The Report "Agribusiness for Africa's Prosperity" highlights the prospects of industrialization in Africa based on sustainable agricultural development. Seven development pillars are outlined and give the basis for a new strategy and for an action plan. UNIDO and other international and regional African organizations are working towards its implementation. Professor Karl Wohlmuth from the University of Bremen has contributed to this Report with an essay on the development pillar "Science, Technology, Innovation". The title of his essay is "Strengthening Technological Effort and Innovation Capabilities" (see more about the Project Agro-Industries).

 

 

From the Press about the Project/Presseberichterstattung über das Projekt von Professor Karl Wohlmuth

Pressemitteilung der Universität Bremen

Nr. 179 / 16. Juni 2011 SC

Bremer Wirtschaftsprofessor an neuer UN-Studie über Afrika beteiligt

Ein neuer Bericht der UN über die Industrialisierung in Afrika auf der Grundlage landwirtschaftlicher Entwicklung findet international große Aufmerksamkeit. An dem kürzlich erschienenen Bericht ist auch der  Wirtschaftswissenschaftler Professor Karl Wohlmuth von der Universität Bremen beteiligt, der das Projekt von Anfang an wissenschaftlich begleitet hat. Der Bericht wurde von einer internationalen Expertengruppe für die UN-Organisation für industrielle Entwicklung (UNIDO/United Nations Industrial Development Organization) erstellt und hat den Titel "Agribusiness for Africa's Prosperity" (Über Agribusiness zur Prosperität in Afrika). Der Begriff Agribusiness umfasst alle unternehmerischen Aktivitäten zur Unterstützung der Landwirtschaft, zur Be- und Verarbeitung der landwirtschaftlichen Rohprodukte in der Agro-Industrie und zur Vermarktung der be- und verarbeiteten landwirtschaftlichen Produkte auf lokalen, regionalen und internationalen Märkten. 

Die internationale Expertengruppe wurde vom Generaldirektor der UNIDO, Dr. Kandeh Yumkella, geleitet, der auch den Bericht mit herausgegeben hat. Dr. Kandeh Yumkella ist ein afrikanischer Ökonom aus Sierra Leone und war in der ersten Nach-Konflikt-Phase Finanzminister des Landes. Neue agrar- und industriepolitische Entwicklungsinitiativen für Afrika werden von ihm engagiert vorangebracht. 

Der Bericht gibt für die Entwicklungen in afrikanischen Ländern positive Signale. So werden Entwicklungsstrategien vorgeschlagen, um mehrere der in Afrika gegebenen Entwicklungshemmnisse gleichzeitig zu beseitigen. Die Kernaussagen laufen darauf hinaus: Der Trend der De-Industrialisierung in Afrika kann gestoppt werden; die afrikanischen Agro-Industrien (Produktion von marktfähigen Nahrungsmitteln und Getränken, Textilien und Bekleidung, Leder und Schuhe, Holzprodukte und Möbel) können revitalisiert werden; die Stagnation der kleinbäuerlichen Landwirtschaft kann durch Marktorientierung überwunden werden; die zunehmende Abhängigkeit Afrikas von Nahrungsmittelimporten kann zurückgeführt werden; die Ernährungssicherung kann in einer Phase global steigender Lebensmittelpreise besser gewährleistet werden; positive Beschäftigungseffekte und eine Reduzierung von Armut können erreicht werden; und neue Herausforderungen in der afrikanischen Landwirtschaft durch den Klimawandel, durch das Bevölkerungswachstum und durch die Aufkäufe von fruchtbarem Boden durch internationale Investoren können besser bewältigt werden. In dem Bericht werden sieben Eckpfeiler der Entwicklung (development pillars) analysiert und geben den Rahmen für eine Strategie und einen Aktionsplan. 

Professor Karl Wohlmuth hat sich in dem Bericht insbesondere mit dem Eckpfeiler "Wissenschaft, Technologie, Innovation" (STI/Science, Technology, Innovation) befasst. Im Kapitel 6 des Berichts geht der Bremer Wirtschaftswissenschaftler auf die Stärkung der technologischen Leistungsfähigkeit, auf die Schaffung von Innovationskapazitäten und auf die Durchsetzung einer umfassenden Wissenschafts- und Technologiepolitik als Basis für eine erfolgreiche agrar-industrielle Entwicklung in Afrika ein. Dieser so zentrale Entwicklungspfeiler ist bisher in Afrika besonders vernachlässigt worden. 

Direkter Bezug zu afrikanischen Initiativen

Im Bericht der internationalen Expertengruppe finden sich auch viele Beispiele für erfolgreiche Projekte und Programme in afrikanischen Ländern, die zeigen, dass die neue Strategie tatsächlich realisierbar ist. Der neue Afrika-Bericht hat auch direkten Bezug zu wichtigen afrikanischen Initiativen. Zu erwähnen ist die Strategie zur Implementierung des Aktionsplans für eine beschleunigte Industrialisierung in Afrika (Strategy for the Implementation of the Plan of Action for the Accelerated Industrial Development of Africa/AIDA). Diese Strategie wurde bei der Konferenz der afrikanischen Industrieminister im Oktober 2008 in Durban, Südafrika beschlossen. Sehr bedeutsam ist auch die Afrikanische Initiative für die Entwicklung von Agribusiness und Agro-Industrien (African Agribusiness and Agro-industries Development Initiative/3ADI), die im März 2010 bei einer Konferenz in Abuja, Nigeria von den afrikanischen Staats- und Regierungschefs beschlossen wurde. 

In einer weiteren Studie der UNIDO, die Professor Wohlmuth als UN-Konsulent koordiniert, werden die sieben Eckpfeiler der Entwicklung in Bezug auf ausgewählte afrikanische Länder untersucht. In diese vergleichende wissenschaftliche Studie wurden acht afrikanische Länder einbezogen: ökonomisch wichtige Länder wie Südafrika und Nigeria, die vier wenig entwickelten Länder Mali, Senegal, Äthiopien und Sambia, sowie Kenia und Kamerun, die über ein erhebliches Wirtschafts- bzw. Rohstoffpotenzial verfügen. Im Rahmen seiner Tätigkeit für die UN hatte Professor Wohlmuth auch die Möglichkeit, an wichtigen Konferenzen und Workshops in Abuja, Addis Abeba und in Wien teilzunehmen. 

Der nächste Schritt bei der Realisierung des neuen Ansatzes ist die umfassende Präsentation der neuen Entwicklungsstrategie in Afrika und bei den internationalen Geberorganisationen. Im Rahmen der 3ADI- Initiative arbeitet die UNIDO dabei mit der Afrikanischen Union, der Afrikanischen Entwicklungsbank, der UN-Organisation für Afrika, der FAO (als der Landwirtschaftsorganisation der UN) und mit dem Internationalen Fonds für Agrarentwicklung (International Fund for Agricultural Development/IFAD) zusammen. Insbesondere werden für diese Entwicklungsstrategie neue Finanzierungs-, Investitions-, Beratungs- und Koordinationsinstrumente entwickelt. Der Präsident des IFAD (International Fund for Agricultural Development), Dr. Kanayo F. Nwanze, hebt im Vorwort zum neuen Afrika-Bericht die Bedeutung der Strategie für die Agrarentwicklung und Agro-Industrialisierung in Afrika hervor, um Ziele wie nachhaltige Entwicklung, Ernährungssicherung und Armutsreduzierung erreichen zu können. 

Weitere Informationen:

Universität Bremen

Fachbereich Wirtschaftswissenschaft

Professor Dr. Karl Wohlmuth 

Tel. 0421 218 66517

E-Mail: wohlmuth@uni-bremen.de

www.iwim.uni-bremen.de

 

Bezug der Publikationen:

Kandeh K. Yumkella, Director-General of UNIDO/Patrick M. Kormawa/Torben M. Roepstorff/Anthony M. Hawkins, Eds., Agribusiness for Africa's Prosperity, An UNIDO Publication, ISBN: 9789211064469 / e-ISBN: 9789210548274, Vienna: UNIDO, 2011, 345 pages (This study can be completely downloaded at: http://www.unido.org/index.php?id=1001590)

Wohlmuth, Karl, 2011, Strengthening technological effort and innovation capabilities, pp. 165 – 199, in: Kandeh K. Yumkella et al.

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Tel. 0421- 218 - 60150

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E-Mail   presse@uni-bremen.de

 

 

Modelle gegen den Welthunger – Weser-Kurier online, 03. 06. 2011, in der Printversion auf S. 3

Bremer Ökonomen entwickeln Leitfaden

Von Sebastian Manz 

Bremen. In den kommenden 20 Jahren verdoppeln sich laut einer Prognose der Hilfsorganisation Oxfam die Preise für Lebensmittel. Steigender Bedarf, ungerechte Verteilung und ineffiziente Landwirtschaft sind laut den Aktivisten schuld an der Misere. Bremer Ökonomen arbeiten derzeit im Auftrag der UN an Modellen, um die Ernährung aller Menschen dauerhaft sicherzustellen. Die Wissenschaftler entwickelten sieben Regeln, die es ermöglichen sollen, Landwirtschaft in Entwicklungsländern zukunftsfähig zu machen.

 

Der Bremer Wirtschaftswissenschaftler Karl Wohlmuth.

© Frank Thomas Koch

Der Bremer Wirtschaftswissenschaftler Karl Wohlmuth.

 

Die Landwirte dieser Welt produzieren genug Lebensmittel, um alle Menschen satt zu machen. Davon ist der Bremer Ökonom Hans Heinrich Bass überzeugt. Gerade Entwicklungsländer hätten jedoch damit zu kämpfen, dass große Teile der Feldfrüchte die Verbraucher gar nicht erreichen. "Es gibt Schätzungen, dass mehr als die Hälfte der Ernten verloren geht", sagt der Professor. Hauptursache: Die ländlichen Regionen würden vernachlässigt. Es dauere häufig zu lange, Obst und Gemüse von den Dörfern zu den Hauptverkehrswegen zu befördern. Außerdem fehle es häufig an Kühlung und geeigneten Transportmitteln.

Bass war jüngst im Auftrag der Vereinten Nationen in Afrika unterwegs, um dort landwirtschaftliche Prozesse zu analysieren und nach Verbesserungsmöglichkeiten zu suchen. Seine Studie ist Teil eines Forschungsprojekts, das Karl Wohlmuth vom Institut für Weltwirtschaft und Internationales Management an der Universität Bremen leitet. Laut Wohlmuth sind nicht nur falsche Lagerung und schlechte Transportbedingungen dafür verantwortlich, dass große Teile der Ernten verderben. Der afrikanischen Landwirtschaft mangle es in erster Linie am sogenannten Agribusiness. Dieser Begriff fasst sämtliche Tätigkeiten zusammen, die über den bloßen Anbau von Feldfrüchten hinausgehen. Zum Agribusiness gehört etwa die Verarbeitung von Agrarrohstoffen, die Produktion von Maschinen und alle Dienstleistungen, die für die Landwirtschaft von Bedeutung sind. "In den USA übertrifft das Agribusiness den Wert der bloßen landwirtschaftlichen Produktion um das 14-Fache", sagt Karl Wohlmuth. In vielen afrikanischen Ländern fehle diese Wertschöpfung. Auf einen Euro landwirtschaftlicher Produktion kämen dort häufig nur 30 Cent, die durch Agribusiness-Aktivitäten erwirtschaftet würden. "Das zu ändern, ist Aufgabe der nationalen Politik und der internationalen Entwicklungspolitik", sagt der Professor.

 

Sieben Eckpfeiler für gutes Gelingen

Der Bremer Wirtschaftswissenschaftler Hans Heinrich Bass.

© Kuhaupt

Der Bremer Wirtschaftswissenschaftler Hans Heinrich Bass.

 

Die Bremer Wissenschaftler sind sich einig: Afrikas Landwirtschaft hat vor allem in Bereichen wie Infrastruktur, Ausbildung, Forschung und Entwicklung großen Nachholbedarf. Eine Musterlösung, die für alle Situationen geeignet und auch noch leicht anzuwenden ist, gibt es jedoch nicht, betont Hans Heinrich Bass. "Die Produzentenregionen besser anzubinden, Solarstrom-betriebene Kühlmöglichkeiten bereitzustellen, aber vor allem das Trocknen, Eindosen und Verpacken vor Ort sicherzustellen - das wären einige Ansätze", sagt der Ökonom. Zusammen mit einer internationalen Expertengruppe haben die Bremer einen Bericht erarbeitet, der konkrete Empfehlungen gibt, in welcher Form Afrikas Landwirtschaft entwickelt und industrialisiert werden sollte. Sieben Kernthesen haben die Wissenschaftler herausgearbeitet, die Leitlinien einer modernen Entwicklungspolitik sein sollten:

1. Die verantwortlichen Stellen müssen prüfen, wie die Produktivität der Landwirtschaft dauerhaft gesteigert werden kann. Dies soll sicherstellen, dass die Ernten für Nachfrager, sowohl was die Menge, aber auch was die Qualität angeht, attraktiv sind. Hauptziel dieser Maßnahme ist es, den Bauern ein auskömmliches Einkommen zu garantieren.

2. Es muss nach Wegen gesucht werden, um Kleinbauern in die Wertschöpfungskette einzubeziehen. Die Landwirte müssen Anreize haben, um für größere und anspruchsvollere Märkte zu produzieren.

3. Unter lokalen, regionalen oder internationalen Abnehmern herrscht sehr unterschiedliche Nachfrage nach Agrarprodukten. Politik und Entwicklungszusammenarbeit müssen deshalb Modelle entwickeln, um diese verschiedenen Märkte für lokale Anbieter und Produzenten zu erschließen.

4. Die Experten empfehlen, Möglichkeiten auszuloten, um das technologische Potenzial in der Landwirtschaft zu erhöhen. Das beginne beim Bestellen der Felder und reiche von der Lagerung bis zur Weiterverarbeitung. Außerdem sollten Wissenschaft und Forschung verstärkt eingebunden werden, um Prozesse zu verbessern. Und schließlich müssten die Verantwortlichen ein Auge darauf haben, dass das örtliche Agribusiness Innovationen auch tatsächlich umsetze.

5. Politik muss Möglichkeiten entwickeln, die Landwirtschaft und die Verarbeitung von Agrarrohstoffen solide zu finanzieren. Wichtig sei dabei, dass auch kleinere Bauern und Verarbeitungsunternehmen mithalten könnten.

6. Es müssen ökonomische Anreize geschaffen werden, um den Agribusiness-Sektor zu entwickeln. Dabei gilt es besonders den privaten Sektor voranzubringen.

7. Die Verantwortlichen müssen prüfen, wie Infrastruktur aufgebaut und Energieversorgung für die gesamte Produktions- und Wertschöpfungskette bereitgestellt werden kann.

Karl Wohlmuth und sein Team haben den Agrarsektor zahlreicher Entwicklungs- und Schwellenländer beobachtet. Erfolgreich seien auf Dauer nur jene Staaten gewesen, deren Landwirtschaftspolitik auf diesen sieben Eckpfeilern ruhte. Wohlmuth ist überzeugt, dass nur ein Systemwechsel steigende Lebensmittelpreise und die damit verbundene Armut verhindern kann. Projektbezogene Hilfe greife schlicht zu kurz.

 

New UNIDO Publication on Africa's Industrialization:

Kandeh K. Yumkella, Director-General of UNIDO/Patrick M. Kormawa/Torben M. Roepstorff/Anthony M. Hawkins, Eds., Agribusiness for Africa's Prosperity, An UNIDO Publication, 

ISBN: 9789211064469

e-ISBN: 9789210548274, 

Vienna: UNIDO, 2011, 345 pages

 

Chapter 6 of the UNIDO Publication by Professor Karl Wohlmuth on Strengthening technological effort and innovation capabilities

Wohlmuth, Karl, 2011, Strengthening technological effort and innovation capabilities, pp. 165 – 199, in: Kandeh K. Yumkella, Director-General of UNIDO/Patrick M. Kormawa/Torben M. Roepstorff/Anthony M. Hawkins, Eds., Agribusiness for Africa's Prosperity, An UNIDO Publication, Vienna: UNIDO, 2011

 

 

The Project:

The project started in February 2008 with a first planning meeting at UNIDO Headquarters in Vienna. The project is fully financed by UNIDO (and a component was financed by UNECA, Addis Ababa).

In this project new industrial development strategies for Africa are researched in a policy-oriented manner. It is acknowledged that agro-industrial and agribusiness development strategies are increasingly important for Africa's economic future. African countries can gain by a shift to new policies as multiple objectives can be realized: export diversification, import substitution, employment creation and poverty alleviation, human development and nutrition improvements, a better linking of agriculture and industry sectors by the instruments of global value chains, accelerating local and rural development, and empowering small farmers and small industrial processing units.

Based on a cooperation with the United Nations Industrial Development Organization (UNIDO) two major research components were realized:

1. Role of STI (Science, Technology, Innovation) for accelerating agroindustry and agribusiness development in Africa: STI in African countries, especially in sub-Saharan Africa, is of increasing importance for a dynamic development of agriculture and industry and for the linking of the farming sectors with processing industries. So far STI in Africa is of low importance, but some positive changes are taking place, at sub-reregional and at national levels. As an output to this project component a comprehensive background paper for UNIDO and a chapter to a book published by UNIDO were written. Workshop and conference participation in Vienna and Addis Ababa (at UNECA) were part of the activity.

2. Comparing agro-industrial development strategies in the context of the Abuja Initiative: At the High Level Conference in Abuja in March 2010 the African Heads of State and Government have approved the Abuja Declaration. The Declaration requests the African nations and the Regional Economic Communities in Africa to develop new policies and modalities for the support of agro-industries and agribusiness. Such strategies should be adapted to the individual country characteristics, the resource endowments, and the local capabilities. As an output to this project component country cases were identified (Cameroon, Ethiopia, Kenya, Mali, Nigeria, Senegal, South Africa, Zambia) and concepts for the case study analyses were developed. The country case studies (done mostly by African economists of the respective countries) were then reviewed, synthesized and edited, and Introduction and Conclusions chapters were written. A Transformation Index highlights the progress in agro industries and agribusiness of these eight countries. Part of the activity were working sessions at UNIDO in Vienna and a conference participation at Abuja, Nigeria at the Meeting of the African Heads of State and Government in March 2010.

Publications:

Wohlmuth, Karl, 2010, Technological Effort, Innovation Capacity and Capability Building, Chapter V (Pillar IV), to be published in: UNIDO, Promoting Agribusiness for Africa's Prosperity, to be released in an UNIDO Main Report and Executive Summary, and in an UNIDO International Book Publication, 47 pages, 2010

Wohlmuth, Karl, 2009, Technological Effort, Innovation Capacity and Capability Building, Background Paper for UNIDO (United Nations Industrial Development Organization), Vienna, for the UNIDO Project "Adding Value to Africa's industry and Trade through Agro-industry and Agro-business. An Agenda for Action", First Draft (With Detailed Policy Recommendations), 110 pages, 2009

Wohlmuth, Karl, 2009,Technological Effort, Innovation Capacity and Capability Building, Background Paper for UNIDO (United Nations Industrial Development Organization), Vienna, for the UNIDO Project "Adding Value to Africa's industry and Trade through Agro-industry and Agro-business. An Agenda for Action", Second Draft (Revised, With 22 Boxes), 91 pages, 2009

Wohlmuth, Karl et al., 2011, Co-editor, Developing Agro-industries and Promoting Agribusiness in Africa, Country Case Studies, edited, introduced and synthesized for UNIDO, 530 pages, Draft Manuscript (with Introduction, Case Studies Cameroon, Ethiopia, Kenya, Mali, Nigeria, Senegal, South Africa, Zambia, and Conclusions)

Wohlmuth, Karl, 2011, Introduction to Wohlmuth, Karl et al., 2011, Co-editor, Developing Agro-industries and Promoting Agribusiness in Africa, Country Case Studies, edited, introduced and synthesized for UNIDO, op. cit., 59 pages

Wohlmuth, Karl, 2011, Conclusions to Wohlmuth, Karl, et al., 2011, Co-editor, Developing Agro-industries and Promoting Agribusiness in Africa, Country Case Studies, edited, introduced and synthesized for UNIDO, op. cit., 28 pages

Duration of the Project: The project started in February 2008 and will be continued in 2011.

Links zu Abuja Declaration:

http://www.iwim.uni-bremen.de/Tchokam/Abuja%20Declaration%202010.pdf 

Link zur Presseinfo der Uni:

http://www.iwim.uni-bremen.de/Tchokam/Pressemitteilung%20Abuja%202010.pdf 

Contact:

Professor Dr. Karl Wohlmuth

University of Bremen, Bremen, Germany

Email: wohlmuth@uni-bremen.de  

Website: http://www.iwim.uni-bremen.de/