Wissenschaftsschwerpunkt "Globalisierung der Weltwirtschaft"

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25.05.2020
30 Jahre „African Development Perspectives Yearbook” – Ein Projekt der Afrikaforschung an der Universität Bremen

Von Fragen der Industrialisierung, der Agrarentwicklung und der Armutsbekämpfung bis hin zu Wissenschaft, Technologie und Innovation als Voraussetzungen für inklusives Wachstum in Afrika reichen die Themen, die im Jahrbuch abgehandelt werden. Drei Jahrzehnte afrikanischer Entwicklungen und Politikreformen sind im Fokus dieses Publikationsprojektes der Bremer Universität gewesen, und das Projekt wird weitergeführt. Die Forschungsgruppe Afrikanische Entwicklungsperspektiven Bremen unter der Leitung von Prof. Dr. Karl Wohlmuth und das Institut für Weltwirtschaft und Internationales Management (IWIM) am Fachbereich Wirtschaftswissenschaft der Universität Bremen haben dieses Bremer Entwicklungsprojekt für Afrika begründet. Vor wenigen Wochen ist nun der Band für 2019 des „African Development Perspectives Yearbook“ erschienen (siehe das Cover unten). Der Titel des englischsprachigen Bandes lautet „Science, Technology And Innovation Policies For Inclusive Growth In Africa – Human Skills Development And Country Cases” („Wissenschafts-, Technologie- und Innovationspolitiken für inklusives Wachstum in Afrika – Entwicklung der menschlichen Fähigkeiten und Länderstudien“).


Die Forschungsgruppe unter der Leitung von Professor Dr. Karl Wohlmuth startete mit ihrer Arbeit bereits 1988 und gab seinerzeit den Band 1 des Afrika-Jahrbuchs mit dem Titel „Human Dimensions of Adjustment“ („Menschliche Dimensionen der Anpassung“) im Jahr 1989 heraus (siehe das Cover unten). Dieser Band fand sehr großes Interesse, weil eine neue und kritische Sicht auf die Vorschläge von internationalen Finanzorganisationen für Wirtschaftsreformen in Afrika präsentiert wurde. In den 30 Jahren von 1989 bis 2019 wurden immer wieder zentrale Fragen der afrikanischen Entwicklung unter dem Gesichtspunkt der notwendigen Politikreformen aufgegriffen und tiefschürfend abgehandelt. Wichtige Themen waren etwa: Industrialisierung auf der Basis landwirtschaftlicher Entwicklung; Energie für Afrikas Entwicklung; Aktive Arbeitsmarktpolitiken für Afrika; Regionale Chancen und Perspektiven der Beschäftigung; Governance und ökonomische Entwicklung; Economic Empowerment von kleinen Produzenten in Afrika; Afrikas Reintegration in die Weltwirtschaft; Privatsektorenentwicklung und Entrepreneurship Development in Afrika; Öffentliche und private Wirtschaftssektoren in Afrika im Gleichgewicht; Auswege aus dem Dilemma der Primärgüterexporte; Rohstoffabhängigkeit und Exportdiversifizierung in Afrika; Neue Wachstums- und Armutsbekämpfungsstrategien für Afrika; Internationale, regionale, institutionelle und lokale Strategien der Armutsbekämpfung in Afrika; die Auswirkungen der globalen Finanzkrise auf die Wirtschaftsreformen in Afrika; die Formierung und Implementierung makroökonomischer Politiken in Afrika; Regionale Integration und makroökonomische Politik in Afrika; Afrikas Fortschritte bei der regionalen und globalen Wirtschaftsintegration, und nun in zwei Bänden für 2018 und 2019 die Thematik der Wissenschafts-, Technologie- und Innovationspolitik als Hebel für eine inklusive Wachstumspolitik in Afrika. Alles Themen, die jeweils im Mittelpunkt der Entwicklungspolitik für Afrika standen bzw. noch immer stehen.

Über dieses Jubiläum wurde eine Presseerklärung verfasst (vgl. die PDF Info 30 Jahre Jahrbuch). Vgl. dazu auch die Mitteilungen auf der Homepage des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft der Universität Bremen: https://www.uni-bremen.de/wiwi/news/detailansicht/ein-projekt-der-afrikaforschung-an-der-universitaet-bremen. Es ist auch geplant, eine Online-Festschrift „30 Jahre African Development Perspectives Yearbook – Reformimpulse für Afrika“ zu veröffentlichen. Wichtige Unterstützer, Herausgeber, Autoren wollen sich zu dem Projekt äußern.

Bibliographische Information über die neue Publikation:

African Development Perspectives Yearbook 2019

Science, Technology And Innovation Policies For Inclusive Growth In Africa - Human Skills Development And Country Cases,

Edited by Achim Gutowski, Nazar Mohamed Hassan, Tobias Knedlik, Chantal Marie Ngo Tong, Karl Wohlmuth,
LIT Verlag Wien, Zürich 2020
ISBN 978-3-643-91173-5 (pb)
ISBN 978-3-643-96173-0 (PDF)
i-xxxvi und 527 Seiten und i-x

Infos über die Publikationsreihe: 1989-2019

http://www.iwim.uni-bremen.de/index.php?content=345&lng=de
http://www.lit-verlag.de/reihe/adpy


Der nächste Band des Jahrbuchs für 2020/21 ist in Vorbereitung und wird dem Thema “Sustainable Development Goal 9 (Infrastructure, Industrialization, Innovation) and African Development – Challenges and Opportunities” gewidmet sein. Vgl. den International Call for Papers zur Übersicht der Inhalte (PDF International Call for Papers Volume 22). Für das Jahr 2022 ist das Thema „Business Opportunities, Growth of Start-Ups, and Digital Transformation in Africa” in Planung.

Durch Forschungsprojekte wird die Herausgabe dieser Bände unterstützt. Ein aktuelles Forschungsprojekt der Forschungsgruppe Afrikanische Entwicklungsperspektiven Bremen thematisiert die Frage, ob die Tendenzen der De-Industrialisierung in Afrika durch die globalen technologischen Entwicklungen und durch die globale digitale Transformation eher verstärkt oder aber abgeschwächt werden. Das neue Thema ist von hoher Politikrelevanz, weil vielfach nicht nur der Industriesektor in Afrika vor großen Problemen steht, sondern auch der Landwirtschaftssektor unter strukturellen Problemen leidet. Ziel der Forschungsarbeit ist es daher, die Grundlagen einer neuen Industrie- und Landwirtschaftspolitik für Afrika zu erarbeiten, die auf kohärenten Wissenschafts-, Technologie- und Innovationspolitiken beruhen. Vgl. dazu die neue Veröffentlichung über technologische Kompetenzen, Strukturwandel und digitale Transformation in Afrika (Veröffentlichung als Discussion Paper in der Blauen Reihe des IWIM mit dem Titel: „Technological Development, Structural Change and Digital Transformation in Africa“, Nummer 128, 2019); Access: http://www.iwim.uni-bremen.de/blaue_reihe/).

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25.05.2020
Die „Sudanesische Revolution“, die Demokratisierung und die Perspektiven der Bürgerbewegung - Vortrag von Professor Karl Wohlmuth an der Universität Mainz

Im Rahmen einer Ringvorlesung „Afrika - Der zurückgelassene Kontinent“ referierte Professor Karl Wohlmuth über die Chancen der Demokratiebewegung im Sudan und über die Perspektiven der Bürgerbewegung (vgl. die PDF mit der Präsentation von Professor Karl Wohlmuth zur Bürgerbewegung und zur Demokratisierung im Sudan). Professor Wohlmuth ging zunächst auf die aktuelle Lage im Sudan nach dem Sturz des Bashir-Regimes ein und skizzierte dann die Entwicklung und die Struktur der Bürgerbewegung, die den Regimewechsel maßgeblich herbeiführte. Um aber auch einen nachhaltigen Systemwechsel zu ermöglichen, ist es nach Meinung des Bremer Professors notwendig, die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Bürgerbewegung zügig zu schaffen. Dies setzt voraus, dass die Machtpfeiler des Systems (Militär und Sicherheitsapparat; Parteien und parteiabhängige Organisationen; Regierungen und Bürokratien auf zentraler und lokaler Ebene; islamische Bruderschaften und abhängige islamische Gruppierungen; große Unternehmen und Kapitalgruppen; professionelle Vereinigungen, Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände) auf Grund ihrer ökonomischen Vernetzung als „Elemente eines tiefen Staates“ begriffen werden.

Um den „tiefen Staat“, der innerhalb von 30 Jahren (1989 - 2019) im Sudan geschaffen wurde, durch Bürgerbewegungen und demokratische Prozesse zu kontrollieren, müssen die sozialen, organisatorischen und ökonomischen Verflechtungen zwischen diesen Machtpfeilern erkannt und beeinflusst werden. Die vorliegenden Untersuchungen zum „tiefen Staat“ im Sudan kommen von zivilgesellschaftlichen sudanesischen Nichtregierungsorganisationen und von internationalen Organisationen. Die Studien zeigen, dass es nur teilweise gelungen ist, diese Verflechtungen im vergangenen Jahr seit dem Sturz des Bashir-Regimes aufzubrechen. Im Vortrag wurden die Verflechtungen im „tiefen Staat“ an Beispielen dargestellt und die Perspektiven einer „Demokratisierung von unten“ wurden erläutert. Strategische Sektoren, wie die Telekommunikation, die Goldgewinnung und andere Bergbauaktivitäten, die Pharma- und Chemieindustrie, die Bauwirtschaft, und die Rüstungsindustrie, werden nach wie vor von Militärs, Milizen, Geheimdienstoffizieren, Politikern der National Congress Party, und von der Familie von al-Bashir kontrolliert. Kapitalgruppen, die im Rahmen der Privatisierungspolitik des Bashir-Regimes entstanden sind, geben den Mantel für diese Verflechtungen.

Gezeigt wurde im Vortrag auch, dass die Reformen im Sudan nach wie vor durch internationale Sanktionen, durch mangelnde finanzielle und logistische Unterstützung von Seiten westlicher Länder, und durch regionale Krisenfaktoren behindert werden. Interne Faktoren dominieren aber unter all den Hemmnissen für einen Systemwechsel. Ansatzpunkte für Reformen ergeben sich auf vielen Ebenen, doch zeigen die Erfahrungen seit der Unabhängigkeit im Jahre 1956, dass die Demokratiebewegungen im Sudan schwach blieben und demokratisch gewählte Regierungen immer nur von kurzer Dauer waren. Professor Karl Wohlmuth arbeitet derzeit an einer Studie, die externe und interne Krisenfaktoren in ihrem Zusammenwirken bei der Blockierung von Reformen seit der Unabhängigkeit des Sudan analysiert. Grundlage sind die Studien, die seit 1978 in Bremen über den Sudan angefertigt wurden. Besondere Aufmerksamkeit wird dem „tiefen Staat“ im Sudan in der Periode seit 1989 gewidmet werden.


Quelle: Salzburger Nachrichten, 9. April 2020 (Vor allem die Frauen trugen die Revolution im Sudan).
Bild: SN/APA/AFP/AHMED MUSTAFA

Professor Karl Wohlmuth hat in mehreren Arbeiten die Wirtschaftsdoktrinen des Bashir-Regimes untersucht und aufgezeigt, dass praktisch alle Maßnahmen der Bashir-Regierung seit 1989 dem Ziel untergeordnet wurden, die Ressourcen des Landes (Öl, Gold, Wasser, Land) und die öffentlichen, privatisierten und privaten Unternehmen der National Congress Party (NCP) nutzbar zu machen. Diesem Ziel wurden die Privatisierungspolitik, die Handels- und Technologiepolitik, die Industrie- und Wettbewerbspolitik, aber auch die Infrastruktur- und Landwirtschaftspolitik untergeordnet. Auch der vom Regime initiierte gelenkte Föderalismus wurde in den Dienst dieser Politik gestellt. Die Verflechtungen von Militär, Milizen, Sicherheitsapparat und Wirtschaft wurden auf allen Ebenen vertieft, bis hin zur Stärkung der Military Industry Corporation (MIC); die Instrumentalisierung von Konflikten im Sudan und mit Nachbarländern wurde wichtiger Teil dieser Politik. In der Diskussion nach dem Vortrag wurde immer wieder die Frage artikuliert, ob denn im Sudan Potentiale für erfolgreiche Bürger- und Demokratiebewegungen gesehen werden können (vgl. zur Thematik des Vortrages die Studien, die im Rahmen der Sudanforschungsgruppe/Sudan Economy Research Group/SERG angefertigt wurden; die Nummer 38 der SERG Discussion Papers gibt einen Überblick über diese Veröffentlichungen in: „Sudan Studies 1979 - 2011 in Bremen“, January 2011; Zugang mit dem Download: http://www.iwim.uni-bremen.de/sudan_economy_research_group/).

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25.05.2020
New economic policies are proposed for Tunisia - There is a need for a more coherent development strategy

Professor Karl Wohlmuth has recently published various studies on economic reform policies for Tunisia. Such reforms are overdue in a country which has initiated the Arab Spring events in 2011 and since enjoys substantial international support and goodwill from so many developed countries. A summary article is published to give an overview of the key findings of these studies (see the PDF with the synopsis). The analyses are related to vital branches of economic policy, especially on deindustrialization, reindustrialization and employment policies in Tunisia, and also on innovation, regional development and health sector policies for Tunisia.

Most recent is the new volume of the African Development Perspectives Yearbook 2019 with four studies on Tunisia; the volume was published in early 2020 by the LIT Verlag. Two studies (on innovation and on health sector policies) were done by research groups in Tunisia, the third study on regional development and cluster policies was contributed by an independent researcher on Tunisia, and the fourth study with a focus on development strategies was prepared by two editors of this volume of the Yearbook (see the cover of the Yearbook volume 2019 below). Although Tunisia has quite interesting and sophisticated approaches towards sector policies, the authors found out that there is a need to update the policies and strategies and to synchronize these policies so that the overall development framework becomes more sustainable in Tunisia.

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25.05.2020
Forschungsarbeit zur Corporate Governance in der Ukraine: Stefan Barenberg analysiert den Stand und die Entwicklung des Corporate Governance-Systems im Transformationsprozess

Die Entwicklung der Corporate Governance in Transformationsländern war über viele Jahre ein Forschungsschwerpunkt des IWIM, den Professor Dr. Axel Sell betreute. Aus diesem Kontext stammt auch die jetzt im Cuvillier Verlag veröffentlichte Arbeit von Stefan Barenberg mit dem Titel „Stand und Entwicklung des Corporate-Governance Systems in der Ukraine im Transformationsprozess“. Der Untertitel der Forschungsarbeit lautet: „Eine Analyse der Corporate Governance in ukrainischen offenen Aktiengesellschaften unter besonderer Berücksichtigung politischer, wirtschaftlicher, rechtlicher und soziokultureller Rahmenbedingungen“. Der Autor geht nach der Einleitung (Kapitel 1) auf die Corporate Governance in der Systemtransformation (Kapitel 2), auf die Rahmenbedingungen der Corporate Governance in der Ukraine (Kapitel 3), und auf die Akteure und Mechanismen der Corporate Governance in der Ukraine (Kapitel 4) ein. Im Kapitel 5 stellt der Autor eigene empirische Untersuchungen der Corporate Governance in ukrainischen börsennotierten Aktiengesellschaften an; im Kapitel 6 wird ein Resümee gezogen. Die Arbeit untersucht also die „Interaktionen der zentralen Elemente der Corporate Governance in der Ukraine im Verlauf des Transformationsprozesses. Im Fokus stehen die legislativen Vorgaben und die Praktiken insbesondere in ukrainischen offenen Aktiengesellschaften.“

Das Forschungsprogramm des IWIM zur Ukraine wurde durch mehrere Partnerschaften mit ukrainischen Universitäten unterstützt.
Austauschprogramme, Publikationen und Konferenzen waren Teil der Vereinbarungen. Vgl. zum Publikations- und Forschungsprogramm über die Ukraine unter der Leitung von Prof. Dr. Axel Sell den nachfolgenden Link: http://www.iwim.uni-bremen.de/projekte_im_forschungsbereich_professor_sell/


Bibliographische Angaben zur Dissertation von Stefan Barenberg, die von Prof. Dr. Axel Sell betreut wurde (siehe Cover des Buches vom Verlag oben):

„Stand und Entwicklung des Corporate-Governance-Systems in der Ukraine im Transformationsprozess - Eine Analyse der Corporate Governance in ukrainischen offenen Aktiengesellschaften unter besonderer Berücksichtigung politischer, wirtschaftlicher, rechtlicher und soziokultureller Rahmenbedingungen“,
erschienen im Cuvillier Verlag, Göttingen 2019, 694 Seiten, ISBN 978-3-7369-9951-0 und eISBN 978-3-7369-8951-1; Link zum Cuvillier Verlag mit näheren Hinweisen zum Produkt: https://cuvillier.de/de/shop/publications/7964-stand-und-entwicklung-des-corporate-governance-systems-in-der-ukraine-im-transformationsprozess  

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06.06.2019
New Studies on Implementing Economic Reforms in Tunisia – New Approaches towards Employment Generation, Industrial Development and Science, Technology and Innovation (STI) Promotion

Two new studies came out from the Bremen Tunisia Project – first, a study on De-Industrialization, Reindustrialization and Employment. Elements of a National Employment Strategy for Tunisia and second, a whole Unit of the African Development Perspectives Yearbook 2019 containing a set of studies on Innovation Policies, Industrial Cluster Policies and Health Sector Reform Policies in Tunisia. A Synopsis on the proposed strategies for the policymakers was written by Professor Karl Wohlmuth (see the PDF Tunisia-Employment, Industry and STI Policies 2019).

The first study is on implementing economic reforms through a) labour market transformations and laying the institutional foundations for a National Employment Strategy, b) managing de-industrialization through pro-active industrial development policies, c) exploiting multiple paths of reindustrialization via promotion of all productive sectors, regional industry development, supporting viable regional and global value chains and mobilizing green growth potentials in the country, and d) involving new partners and actors in the implementation process of economic reforms, also at regional and global levels. These issues were discussed at a conference on reindustrialization in Tunisia (see about the Reindustrialization Conference in Tunisia and the Bremen Tunisia Project: http://www.karl-wohlmuth.de/sti_policies_tunisia/).

In the second study three key areas of STI policies were discussed, first, the role of obstacles to innovation in and among Tunisian firms; second, the role of industrial clusters smart specialization policies for innovations; and third, the role of innovation policies in the health sector comprising all relevant sub-sectors and value chains. These essays are part of a strategy to promote STI policies in North Africa with a focus on Egypt and Tunisia. Two volumes of the African Development  Perspectives Yearbook (Volume 20 for 2018 and Volume 21 for 2019) were devoted to the issue of Science, Technology and Innovation Policies for Inclusive Growth in Africa. These essays are in Volume 21.

The Bremen Tunisia Project is running since 5 years. A short report was presented by Professor Hans-Heinrich Bass from the  University of Applied Sciences Bremen at a jubilee meeting in 2018 for an international study programme on Applied Economic Languages (AWS/Angewandte Wirtschaftssprachen) Arabic, Japanese and Chinese running for 30 years (see Bass Presentation AWS). Volume 21 for 2019 of the African Development Perspectives Yearbook is also part of a jubilee event in 2019 as this Yearbook Project is now running for 30 (thirty) years, as the number one issue on Human Dimensions of Adjustment in Africa was published in 1989 (see the link to the various issues of the Yearbook Project: http://www.karl-wohlmuth.de/african_development_perspectives_yearbook/ and: http://www.iwim.uni-bremen.de/africa/africanyearbook.htm).

Bibliographic Information on the New Publications:

Wohlmuth, Karl, 2018, De-Industrialisierung, Reindustrialisierung und Beschäftigung. Elemente einer nationalen Beschäftigungsstrategie für Tunesien (Deindustrialization, Reindustrialization and Employment. Elements of a National Employment Strategy for Tunisia), Seiten 33-90, in: Zeitschrift "Berichte", 2018/II, 28. Jg., Nr. 213, ISSN 1022-3258, Thema des Heftes (Theme of the Issue of the Journal): Gegensätze - Westbalkan, Tunesien und Karl Marx, Berlin, Forschungsinstitut der Internationalen Wissenschaftlichen Vereinigung Weltwirtschaft und Weltpolitik (IWVWW) e. V.

African Development Perspectives Yearbook 2019, Volume 21, Theme: Science, Technology and Innovation Policies for Inclusive Growth in Africa – Human Skills Development and Country Cases, Edited by Achim Gutowski, Nazar Mohamed Hassan, Tobias Knedlik, Chantal Marie Ngo Tong and Karl Wohlmuth, LIT Publishers Wien-Zürich, 2019, with contributions on Tunisia in Unit 2: Science, Technology and Innovation (STI) Policies for Economic Transformation in North Africa by: Nazar Mohamed Hassan and Karl Wohlmuth; Zouhour Karray and Wiem Ben Ghorbel Abed; Maximilian Benner; and by Mondher Khanfir and Sana Ayari-Riabi.

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06.06.2019
A New Study on Sustainable Waste Management in Nigeria and in Germany was released and is published in IWIM’s Globalization in the World Economy Series

This study was written by Guest Researcher Professor Reuben A. Alabi from the Ambrose Alli University in Ekpoma, Nigeria and by Professor Emeritus Karl Wohlmuth, University of Bremen, Germany. It investigates in a comparative form the progress of waste management policies in Nigeria and in Germany, with special emphasis on the conditions in the Lagos State of Nigeria and in the Country State of Bremen in Germany. Also, the move from conventional waste management in the linear economic model to integrated resource and waste management in the circular economic model is discussed. While waste management in the linear economic model focusses in Nigeria and in Germany on a distinct hierarchy of objectives, the resource and waste management in the circular model incorporates the whole life cycle of the products and the societal relevance of the products in view of its objectives. Focus is in the study on the country state of Lagos in Nigeria and on the country state of Bremen in Germany. Both country states have a great role as harbour and logistic towns, as industrial towns and as towns with scientific and technological infrastructure. There are also differences as Lagos is an important financial services hub while Bremen is famous for its aircraft and space industry. The study compares the progress of waste management and resource conservation policies but reflects also on the different institutional and logistical structures of waste management in the two country states, being the result of specific economic sectors and factors. Factors such as the importance of formal and informal private enterprises, the role of public institutions and of private actors in the waste management business, and the relevance of public waste management policies, laws, plans and balance sheets play a role in the study. Also, the role of new equipment and new communication technologies for the further development of the waste industry in the two countries/country states is considered.

The Necessity of A Move Towards Sustainable Waste Management in Nigeria
Source: Towards a sustainable waste management (The Guardian, 16 May 2016; Link: https://guardian.ng/opinion/towards-a-sustainable-waste-management/)

The study is based on relevant literature which is available for the two countries/states and on meetings/interviews with experts on waste management in the two countries/states. Based on questionnaires the authors have investigated the specific frameworks of waste management policies. A major result is that Germany (and Bremen) and Nigeria (and Lagos) can cooperate in a mutually beneficial way on waste management – in policymaking and planning, on developing and selecting equipment and new technologies, on services provision and training, but also on guiding the transformation process towards a circular economy. Nigeria can learn from the German and European way of implementing coherent policies, while Germany and Europe can learn from Nigeria’s way to solve problems which arise at the local level. The study brought to attention that the waste industry in Germany and in Bremen is embedded into a complex web of directives, laws and regulations; this is a strict policy framework from the EU level downwards and to the EU level upwards. In Nigeria, there is no coherent waste governance system down from the federation, but at local and state levels there are some binding rules (of formal and/or informal origin). This quite different way of organizing waste management has consequences for the development of the waste industry in the two countries. It impacts also on the selection of options used in waste management in regard of the six (6) objectives discussed in the hierarchy of actions chosen (see below).

Most Favoured and Least Favoured Options in Waste Management

Source:
https://en.wikipedia.org/wiki/Waste_hierarchy

For Nigeria, this situation means that local informal producers, local informal organizations, and local informal waste management actors play a great role. Important is it that informal actors in the waste management business are rediscovered as partners of public agencies, public firms and formal sector private firms. Informal sector firms can also be partners in the transformation from waste management in the linear economy model towards resource management within the circular economy model. Informal enterprises can ably prepare end-of-life products for re-use or they can make them the basis for large-scale recycling and recovery. Privatization versus re-communalization is another issue of relevance for the waste industry as experiences in Lagos and in Bremen show. For Germany, the decision criterion should be the ability to innovate for a circular economy; this should be the basic criterion for privatization versus re-communalization. In Nigeria, a larger role of informal enterprises in the waste industry can contribute to the circular economy. Such firms can redesign the products and can remanufacture them for low-income social groups; waste can then be reduced or even prevented. Waste prevention is an issue for both countries/country states/municipalities. Bremen as a country state and Bremen as a municipality can support initiatives for a deep cooperation in a waste management partnership with Lagos and Nigeria. Lagos can be the first address for such a cooperation, although the population and the industry size of Lagos State are so much bigger compared to Bremen.

Waste Management Facilities as used in Germany are exported globally to developed and emerging economies

Source: https://www.umweltbundesamt.de/en/topics/waste-resources/waste-management

Policy Focus and Dissemination of the Study

There is great interest from the side of waste management authorities in Nigeria in the policy recommendations presented in the study. Professor Alabi is discussing the possibility of workshops in Nigeria to inform the public about the major results. Also, waste management and resource conservation companies show interest in the investigation of the two authors. Because of the rate of population growth, the speed of urbanization and the need to scale up industrial, agricultural and agro-industrial development in Nigeria, there is urgency in regard of implementing such policy recommendations.

Bibliographic Details on the New Study on Waste Management in Nigeria and Germany:

Wohlmuth, Karl/Reuben A. Alabi, 2019, The Case of Sustainable Management of Waste in Germany (and Bremen) and Practical Lessons for Nigeria (and Lagos), pages i-xxx and 147 pages and i-vii pages, Materialien des Wissenschaftsschwerpunktes „Globalisierung der Weltwirtschaft“ (ehemals: Materialien des Universitätsschwerpunktes „Internationale Wirtschaftsbeziehungen und Internationales Management“), Bd. 44, April 2019, ISSN 0948-3837, Access Link: http://www.iwim.uni-bremen.de/publikationen/pub-white.htm and: http://www.karl-wohlmuth.de/weisse_reihe/.

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06.06.2019
Armutsbeseitigung durch mehr Wachstum? Professor Karl Wohlmuth referiert in der Villa Ichon, Bremen

In einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung berichtete der Bremer Entwicklungsökonom Professor Karl Wohlmuth über seine Forschungen zum Thema des Zusammenhangs von Wirtschaftswachstum und Armutsbeseitigung im Entwicklungsprozess – dies mit besonderem Bezug zu Afrika. Im Rahmen seines Impulsreferates ging der Professor zunächst auf die aktuelle Diskussion über „Africa Rising“ ein, kontrastierte diesen populären wie hoffnungsvollen Befund aber mit dem sehr hohen Anteil der „extremen Armut“ an der Bevölkerung in Afrika. Nach dieser Einführung wurde auf den statistischen Zusammenhang von Wachstums- und Armutsraten eingegangen; Befunde zu Korrelationen und Kausalitäten wurden erläutert. Schließlich wurden zwei zentrale Konzepte in dieser Debatte kontrastiert: erstens, Wachstumsstimulierung mit Fokus auf Armutsreduzierung (Pro-Poor Growth) und zweitens, Armutsbekämpfung mit Fokus auf Wachstumsimpulsen (Pro-Growth Poverty Reduction).

An Länderbeispielen wurde gezeigt, dass beide Konzepte (Pro-Poor Growth und Pro-Growth Poverty Reduction) durchaus gleichzeitig angewendet werden können. Es wurde vom Referenten auch betont, dass die Nachhaltigkeitsziele Eins („Keine Armut“) und Acht („Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“) durch diese Kombination von Entwicklungsinterventionen in afrikanischen Ländern am ehesten verwirklicht werden können. Voraussetzung ist allerdings, dass in den afrikanischen Ländern die Reformpolitik im Rahmen eines langfristigen Entwicklungsprogramms erfolgt. Das Beispiel Äthiopien zeigt, dass beide Konzepte zur Förderung von Wachstum und Armutsreduzierung relevant sind und beide Ziele der Agenda 2030 so am ehesten erreicht werden können. Der Fokus auf landwirtschaftliche und agro-industrielle Entwicklung kann durch Beschäftigungsschaffung zur Armutsreduzierung beitragen, während ausgewählte soziale Sicherungsprogramme so gestaltet werden können, dass sich Wachstumsimpulse ergeben, etwa durch Infrastrukturentwicklung und Kaufkraftschaffung.



Quelle:
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ); Link: https://www.bmz.de/de/ministerium/ziele/2030_agenda/17_ziele/index.html

Die Präsentation des Referenten kann hier nachgelesen werden (Wohlmuth-Wachstum-Armut 2019). Professor Wohlmuth hat in mehreren Publikationen diese Fragestellungen näher untersucht (vgl. die Auflistung der Publikationen in: http://www.karl-wohlmuth.de/publikationen/ und: http://www.iwim.uni-bremen.de/publikationen/index.html). In mehreren Bänden des African Development Perspectives Yearbook wurde diese Thematik beleuchtet. Der neue Band 22 (2020) des Jahrbuchs wird sich intensiv mit den Nachhaltigkeitszielen beschäftigen (vgl. die Links dazu: http://www.karl-wohlmuth.de/african_development_perspectives_yearbook/ und: http://www.iwim.uni-bremen.de/africa/africanyearbook.htm).

Ein kurzer Bericht zu dieser Veranstaltung wurde vom biz (Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung) veröffentlicht; Link: https://www.bizme.de/Veranstaltungen-Rueckblick-2019.html. An der Veranstaltung mitgewirkt haben auch die folgenden entwicklungspolitischen Organisationen im Bremer Raum:  BeN (Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk e.V); Aktionsbündnis Wachstumswende Bremen; Afrika Netzwerk; „Konsum mit Köpfchen“.

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06.06.2019
Professor R. A. Alabi extends his Research Programme at the University of Bremen until end of 2020 and cooperates with World Bank, IFPRI and AERC

Since 2015 Professor Alabi is researching in Bremen at the Faculty of Economics and Business Studies of the  University of Bremen. This is part of the activities of the Research Group on African Development Perspectives Bremen, directed by Professor Wohlmuth. Professor Wohlmuth is supervising the research activities and is advising this particular research programme. For the years 2019 and 2020 Professor Alabi has proposed four new research projects, after having finalized four others in recent years (see the detailed Research Report of Professor Alabi). Among the finalized research projects are: Cassava Production, Processing, Fortification and Acceptability in Nigeria (for the Volume 20 of the African Development Perspectives Yearbook, Volume 20); The Pro-poorness of the Fertilizer Subsidy and its Implication on Food Security in Nigeria (for the Africa Research Department of IMF); The Case of Sustainable Management of Waste in Germany and Practical Lessons for Nigeria (in joint authorship with Professor Wohlmuth and addressed to waste management authorities in Nigeria); and The Causes and Economic Consequences of Political Conflicts in Nigeria (for the Community of Students from Nigeria in Germany).

Among the new research projects are: Impact of State Government Public Expenditure on Yam Productivity and Its Implications for Food Security in Nigeria (for AERC, Nairobi); Addressing Youth Unemployment in Nigeria Using Agricultural and Business Technologies (in cooperation with staff from World Bank and IFPRI); Impact of the Agricultural Credit Guarantee Scheme Fund on the Productivity of Food Crops and Its Implications on Food Security in Nigeria (in cooperation with agencies of Nigerian States and the Nigerian Federation); and Financial Inclusion, Innovation and Agricultural Development in Africa (in cooperation with the editors of the African Development Perspectives Yearbook).

To pursue these research programmes, Professor Alabi is cooperating with international organizations  (IMF, World Bank) and with international and regional African research organizations (IFPRI, AERC).  The research commitment at the IMF Headquarters in Washington D. C. was an excellent opportunity to present his research findings on innovative agricultural policies of Nigeria (see the picture from the event below). A short report on the project is presented here (Alabi IMF Activity – E-Wallet-Fertilizer Subsidy).

Lecture at IMF Headquarters in Washington D. C. by Professor Alabi (third person from right) about:
THE PRO-POORNESS OF The FERTILIZER SUBSIDY AND ITS IMPLICATIONS FOR FOOD SECURITY IN NIGERIA

Source: Seminar at IMF Headquarters in Washington D. C./Presentation by Professor Alabi

Professor Alabi has recently launched a global research and publication initiative (see the link to the project: https://www.frontiersin.org/research-topics/10096/labor-requirements-of-alternative-land-use-systems-and-the-impacts-on-livelihoods). The research programme - in cooperation with staff from World Bank and IFPRI - is titled “Labour Requirements of Alternative Land Use Systems, and the Impacts on Livelihoods”. It has the following research interest (taken from the overview): “Projections indicate that food production may need to increase by 60% by 2050 to meet the food requirements of a growing global population. However, conventional forms of agriculture are often unsustainable and global croplands are increasingly impacted by soil erosion, reduced fertility, and/or overgrazing. As populations grow and food demand increases, pressure on land resources is expected to rise and make lands more vulnerable to degradation. Namely, further increases in the use of fertilizers and pesticides for expanding food production may cause excessive nutrient loading in soils, leading to eutrophication and declining soil fertility.” As the programme is of great relevance for Africa, submission of original research from African research teams are expected.

Applications to support researches and to publish original research are invited from the three partners of the project which form the core editorial team.

Research Topic:
Labour Requirements of Alternative Land Use Systems, and the Impacts on Livelihoods

Source:
https://www.frontiersin.org/research-topics/10096/labor-requirements-of-alternative-land-use-systems-and-the-impacts-on-livelihoods

About Frontiers Research Topics (as requested from the editors): “With their unique mixes of varied contributions from Original Research to Review Articles, Research Topics unify the most influential researchers, the latest key findings and historical advances in a hot research area! Find out more on how to host your own Frontiers Research Topic or contribute to one as an author.”

Professor Alabi was invited to participate at the June 2019 meeting of the African Economic Research Consortium (AERC) at Cape Town, South Africa. He will give a presentation about the research programme “Impact of public expenditure on yam productivity and its implications on food security in Nigeria”. This is a follow-up to a high-level meeting of AERC in Nairobi, Kenya in December 2018.  The research programme has a great importance for the agricultural transformation policy in Nigeria (see the Abstract of the research programme for AERC by Professor Alabi - Yam Productivity in Nigeria). Professor Alabi cooperates intensively since years with AERC; he has participated at various high-level meetings and has received valuable research grants from the institution. Research output from these research programmes are published in issues of the African Development Perspectives Yearbook. Professor Alabi is one of the co-editors of the Yearbook.

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06.06.2019
Journal of European Economy: Professor Karl Wohlmuth publishes two essays on “J. M. Keynes, Market Transparency and the Regulation of International Commodity Markets”

Development Economist Karl Wohlmuth from the University of Bremen has contributed two versions of a paper on “J. M. Keynes, Market Transparency and the Regulation of International Commodity Markets” to the Journal of European Economy, published by the Ternopil National Economic University (TNEU) in the Ukraine (see the link: http://www.tneu.edu.ua/en/). The TNEU is a cooperation partner for our Central and Eastern Europe activities.

First Essay (English Version), Journal of European Economy, Volume 17, Number 4, October - December 2018: BACK TO J. M. KEYNES IN REGULATING INTERNATIONAL COMMODITY MARKETS: AN EXTENDED NOTE ON THE "TRANSPARENCY AGENDA" (Access Links: http://jee.tneu.edu.ua/en/archive-en/2018-en/vol-17-no-4-december-2018-en/ and: http://jee.tneu.edu.ua/en/archive-en/2018-en/1133-journal-of-european-economy-vol-17-number-4-december-2018-pp.html (PDF: English Essay - Wohlmuth-Ternopil-pages 351-397)

Second Essay (Ukrainian Version), Journal of European Economy, Volume 17, Number 4, October - December 2018: МІЖНАРОДНІ ТОВАРНІ РИНКИ: ЛІБЕРАЛІЗМ ПРОТИ ДИРИЖИЗМУ (АКТУАЛІЗАЦІЯ ПОГЛЯДІВ ДЖ. М. КЕЙНСА)/ Internationale Warenmärkte: Liberalismus gegen Dirigismus (Aktualisierung der Äußerungen von J. M. Keynes) (Access Links: http://jee.tneu.edu.ua/en/archive-en/2018-en/vol-17-no-4-december-2018-en/ and: http://jee.tneu.edu.ua/en/archive-en/2018-en/1133-journal-of-european-economy-vol-17-number-4-december-2018-pp.html (PDF: Essay in Ukrainian Language - Wohlmuth-Ternopil-Ukrainische Version-4-20119)

Abstract: In this paper weak and strong forms of global governance of raw materials markets are compared. This is done by comparing the «transparency agenda» with the «structural reform agenda». John Maynard Keynes has worked for decades academically on commodity markets, on speculation and storage, on forward markets and buffer stocks etc., but he has also practiced commercial trading activity on various commodity markets; and he has written and/or influenced the Post-World War Two ICU/ITO (International Clearing Union/International Trade Organization) agendas which are containing detailed provisions for establishing

a world order on commodity markets. He was very much interested in the relation between price volatility of raw materials and its impacts on global macroeconomics, but he was also convinced that appropriate regulations of commodity markets and sectors impact positively on peace and development. He was convinced that strong global governance must be based on simple, stable, effective,

consensual and binding rules. Now the «transparency agenda» with regard of raw materials is so much debated but it is a rather weak form of global governance, while the «structural reform agenda» represents a rather strong form of global governance of the resources sectors. The «transparency agenda» is discussed in great detail in this paper while the «structural reform agenda» is considered in the Conclusions and Outlook section but needs further elaboration in a follow-up paper.

Key issues of this debate are increasingly relevant now as new supply and demand factors impact on the global commodity markets, on prices and quantities; and, strategic, technological, protectionist and military considerations affect more and more the global commodity markets. The markets are on the way of becoming less transparent despite of so many international organizations watching the commodity markets and caring for data and oversight. In the IWIM publications there are many studies dealing with the structure and the functioning of the commodity markets (see the links to Publications of IWIM: http://www.iwim.uni-bremen.de/publikationen/index.html and: http://www.karl-wohlmuth.de/publikationen/).

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06.06.2019
Chinesische Experten informieren sich über die Innovations- und Industriepolitik des Landes Bremen: Strategien zu Industrie 4.0 im Fokus

Professor Karl Wohlmuth von der Universität Bremen hielt Vorträge über Die Innovationspolitik in Deutschland und Bremen. Impulse für die Industrie 4.0 für chinesische Wirtschafts- und Industrieexperten aus der Autonomen Region Guangxi, VR China und aus der Provinz Hubei, VR China (vgl. die Präsentationen des Professors für die Teilnehmer aus Guangxi und Hubei). Das Interesse der Experten war groß hinsichtlich der Bremer Strategie einer Innovations- und Wirtschaftsförderung mit dem Fokus auf Industrie 4.0. Professor Wohlmuth betonte in seinen Vorträgen drei Themen: Erstens, Deutschland im globalen Innovationswettbewerb und die Perspektiven von Industrie 4.0; zweitens, Nationale und Regionale Innovationssysteme: Die Bedeutung für die Industrie 4.0; und drittens, Die Förderpolitik für die Industrie 4.0 im Rahmen der Innovationspolitik: Beispiele aus Bremen. Das Interesse der Experten aus China richtete sich schwerpunktmäßig auf die Organisation der Wirtschafts- und Innovationsförderung im Land Bremen, dem kleinsten deutschen Bundesland, da auch in China nun verstärkt versucht wird, lokale Innovations- und Wirtschaftsförderungsstrategien für mittelgroße Städte und kleinere innovative Regionen zu entwickeln. Der Fokus in China liegt dabei zunehmend auf Strategien der Entwicklung von Konzepten für die Förderung von Industrie 4.0.

Das Land Bremen findet bei den chinesischen Experten auf Grund  der kurzen Wege bei der Entscheidungsbildung großes Interesse, da alle wichtigen Stakeholder für die Förderung von Industrie 4.0 lokal konzentriert und vernetzt sind. Besonders wichtig waren für die Experten aus China Beispiele für die Gestaltung einer Politik zur Förderung von Industrie 4.0 im Bremer Raum; die zentrale Rolle der Behörden, der Interessenvertretungen, der Weiterbildungsträger, der Unternehmen und der Universitäten in Bremen wurde in der Diskussion stark thematisiert. Die Wirtschaftsförderung Bremen berät zu Fragen von Industrie 4.0 und die chinesischen Experten wollten an konkreten Beispielen für Förderungsmaßnahmen sehen, wie die Bremer Institution dabei vorgeht. Die Rolle der Interessenvertretungen im Land Bremen, wie die Arbeitnehmerkammer und die Gewerkschaften, aber auch die Handels- und Handwerkskammern und die Arbeitgeberverbände, wurde von Professor Wohlmuth ebenfalls ausführlich an Beispielen dargestellt. An Aktivitäten von zwei bedeutenden bremischen High Tech-Unternehmen (BEGO und OHB) wurde auf die Implementierung von Maßnahmen der Industrie 4.0 eingegangen; deren Initiativen für die bremische Region wurden ebenfalls dargestellt. Die von der Universität Bremen geführte „Forschungsallianz“ von hochkarätigen Forschungsinstituten am Technologiepark Bremen ist mit dem Thema „Digitale Transformation“ an den Forschungen zu Industrie 4.0 stark beteiligt; auch der Auftrag der „Forschungsallianz“ im Rahmen der industriellen Transformation Bremens wurde erläutert. Das Gesamtsystem der bremischen Förderpolitik für Industrie 4.0 wurde an sechs interagierenden Polen des bremischen Innovationssystems abschließend erläutert.

Die Experten aus der Autonomen Region Guangxi, VR China (Fläche 237.000 km² und 48 Millionen Einwohner; Wirtschaftsbasis: Landwirtschaft, insbesondere Zuckerrohr, Energie, Metalle, Tourismus, etc.) und aus der Provinz Hubei, VR China (Fläche 186.000 km² und 57 Millionen Einwohner; Wirtschaftsbasis: Eisen- und Stahlindustrie; Metall- und Textilindustrie; Automobil- und Elektronikindustrie, Maschinenbau, Tourismus, etc.) sind mit der industriellen Transformation in ihren Gebieten/Regionen federführend befasst; der Fokus liegt immer stärker auf Industrie 4.0. Seit mehreren Jahren ist der Bremer Professor im Rahmen dieses Besuchsprogramms an Workshops als Referent beteiligt. Der Fokus der Vorträge von Professor Wohlmuth liegt auf den Strukturen des bremischen Innovationssystems, das als integraler Bestandteil des Nationalen und des Europäischen Innovationssystems analysiert wird. Weitere Einladungen im Jahr 2018 kamen zu Vorträgen für Delegationen aus Tianjin, eine der vier regierungsunmittelbaren Städte der VR China, und von der University of Xuchang. Provinz Henan.

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Variante 1
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